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Wenn das Wohnzimmer neu eingerichtet wird: Sideboards im Größen- und Materialvergleich

Materialien im direkten Vergleich: Massivholz, Furnier und lackierte Oberflächen Massivholz ist robust und lässt sich bei Kratzern abschleifen, verzieht sich aber bei schwankender Luftfeuchtigkeit. Furnierte Platten mit einer Echtholzschicht sind günstiger und formstabiler, aber empfindlicher gegen Feuchtigkeit an den Kanten. Lackierte oder folienbeschichtete Oberflächen sind leicht zu reinigen, zeigen jedoch schnell Fingerabdrücke und können bei Sonneneinstrahlung ausbleichen. Für Haushalte mit Kindern empfehlen sich matte, kratzfeste Oberflächen, während in einem ruhigen Arbeitszimmer auch ein Hochglanzlack gut funktioniert.

Space-saving furniture - How to make the most of your home's space! | Galileo | ProSiebenDie Oberflächenstruktur beeinflusst die Wahl zusätzlich: Gipsputz lässt sich hochglatt spachteln, was für klassische Altbauten mit Stuckelementen ideal ist. Kalkputz bleibt matter und nimmt feine Risse in Kauf, die sich mit der Zeit setzen. Lehmputz bietet eine lebendige, unregelmäßige Optik, die gut zu natürlichen Farben passt. Wenn Sie später tapezieren möchten, ist Kalkputz die beste Basis, da er alkalisch ist und Schimmel unter der Tapete vorbeugt.

Ein typischer Fehler ist, beim Material nur auf die Optik zu achten. Ein Sideboard aus dunklem Eichenfurnier sieht edel aus, aber die Kanten sind oft nur dünn verleimt und lösen sich nach einigen Jahren. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Rückwand aus einer stabilen Platte besteht oder nur aus dünner Pappe. Auch die Schubladenführungen sind entscheidend: Vollauszüge mit Kugellagern halten deutlich länger als einfache Holzschienen. Testen Sie im Geschäft, ob die Schubladen auch mit leichter Beladung ruhig laufen.

Zusätzlich sollten Sie die Untergrundbeschaffenheit berücksichtigen. Vinyl ist unempfindlich gegenüber leichten Unebenheiten, solange Sie es schwimmend verlegen – bei vollflächiger Verklebung muss der Estrich absolut eben sein, sonst entstehen Druckstellen. Kork ist flexibel und gleicht kleine Unebenheiten aus, aber nur bis zu einer gewissen Grenze – bei größeren Höhenunterschieden sollten Sie eine Ausgleichsmasse verwenden. Parkett verzeiht kaum Unebenheiten, da die Dielen sonst brechen oder knarren. In jedem Fall ist eine Dampfsperre unter dem Belag wichtig, besonders wenn der Boden auf einer unbeheizten Kellerdecke liegt. Ohne diese Folie kann aufsteigende Feuchtigkeit den Belag von unten angreifen – das bemerken Sie oft erst nach Monaten, wenn sich Schimmel bildet.

Bei den Preisklassen gilt: Die günstigsten Modelle bestehen meist aus Spanplatten mit Papierfolie. Diese sind für ein Gästezimmer oder eine Mietwohnung ausreichend, aber nicht für eine dauerhafte Nutzung. Die mittlere Preisklasse bietet furnierte Möbel mit soliden Beschlägen und einer guten Verarbeitung. Teure Sideboards unterscheiden sich vor allem durch Massivholz, aufwendige Verbindungen und eine gleichmäßige Maserung. Wenn Sie ein hochwertiges Stück möchten, aber nicht viel ausgeben können, lohnt sich der Kauf eines Ausstellungsstücks oder eines leicht beschädigten Modells mit Rabatt.

Wie Sie die richtige Wahl treffen: Feuchtigkeitsklassen, Verlegung und Pflege im Vergleich Prüfen Sie zuerst die Feuchtigkeitsklasse des jeweiligen Belags. Vinyl wird in der Regel in den Klassen 23, 31, 32 oder 33 angeboten – für Feuchträume sollten Sie mindestens Klasse 31 wählen, besser 32 oder 33, da diese eine höhere Belastbarkeit und eine dichtere Oberfläche aufweisen. Bei Korkboden achten Sie darauf, dass die Oberfläche mehrfach mit einem speziellen Lack oder einer wasserfesten Versiegelung behandelt wurde – sonst saugt sich der Kork schnell voll und quillt auf. Parkett ist für Feuchträume grundsätzlich nur in Form von Fertigparkett mit einer durchgehenden, mehrschichtigen Lackierung oder Ölung geeignet, wobei selbst dann die Gefahr von Randaufquellungen bleibt, wenn Wasser längere Zeit stehen bleibt. Ein typischer Fehler ist es, Parkett im Bad mit einer einfachen Ölbehandlung zu versehen – das sieht natürlich aus, hält aber Feuchtigkeit nicht ab. Stattdessen sollten Sie bei Parkett auf eine spezielle Nassraum-Versiegelung setzen, die regelmäßig erneuert werden muss.

Bei der Verlegung gibt es weitere Unterschiede. Vinyl kann entweder schwimmend oder vollflächig verklebt werden – in Feuchträumen ist die vollflächige Verklebung die bessere Wahl, da sie keine Hohlräume entstehen lässt, in denen sich Feuchtigkeit sammeln kann. Korkboden wird meistens schwimmend verlegt, aber auch hier gilt: In Bad und Dusche sollten Sie die Platten zusätzlich an den Fugen verkleben oder mit einem speziellen Feuchtigkeitsschutz-Set behandeln. Parkett wird in Feuchträumen am besten vollflächig verklebt, niemals schwimmend – sonst arbeiten die einzelnen Dielen zu stark und es entstehen sichtbare Spalten. Ein häufiger Fehler ist es, die Dehnungsfugen an den Wänden zu vernachlässigen. Bei allen drei Belägen müssen Sie einen Randabstand von etwa 10 bis 15 Millimetern einplanen, den Sie mit einer Sockelleiste oder einem Silikonfugenstreifen abdecken. Andernfalls kann sich der Boden bei Feuchtigkeit ausdehnen und wellen.

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