Beim Befestigen haben Sie die Wahl zwischen Kleben und Schrauben. Kleben ist schneller und eignet sich für gerade Wände, auf denen der Kleber gleichmäßig haftet. Verwenden Sie einen Montagekleber, den Sie in Wellenlinien auf die Rückseite der Leiste auftragen. Drücken Sie die Leiste dann fest an und fixieren Sie sie mit ein paar Nägeln oder Klammern, die Sie nach dem Trocknen entfernen. Bei unebenen Wänden ist die Schraubmontage robuster. Sie setzen die Leiste an, bohren durch die Leiste hindurch in die Wand und versenken die Schraube später mit einem Abdeckkappen-Set. Das erfordert etwas mehr Aufwand, hält aber auch in feuchten Räumen zuverlässig.
Ein typischer Fehler ist, alle Wände vollzustellen. Ohne Oberschränke entsteht sofort ein ruhiges Bild – aber nur, wenn Sie bewusst Lücken lassen. Nutzen Sie die freie Wand nicht als Abstellfläche für Deko, sondern für eine große Spiegelfläche oder eine schlichte Dunstabzugshaube im Wandformat. Achten Sie darauf, dass die Rückwand aus einem pflegeleichten Material besteht, denn ohne Oberschränke spritzt Fett direkt auf die Fliesen. Eine Glasplatte oder ein spezieller Farbanstrich lässt sich leichter reinigen als rauer Putz.
Zum Schluss entfernen Sie das Malerkrepp, sobald die letzte Schicht noch leicht feucht ist. Ziehen Sie es in einem Zug und schräg von der Kante weg ab. Wenn Sie warten, bis die Farbe vollständig getrocknet ist, kann sie am Band einreißen und unsaubere Kanten hinterlassen. Kontrollieren Sie die Linien aus einem Meter Entfernung – kleine Unebenheiten lassen sich mit einem feinen Pinsel und der Wandfarbe ausbessern. Mit dieser Methode bleibt die Akzentwand streifenfrei und die Kanten wirken wie gezogen. Wer die Vorbereitung nicht überspringt, bekommt ein Ergebnis, das auch nach Jahren noch sauber aussieht.
Ein letzter Tipp: Prüfen Sie vor dem Befestigen immer, ob die Leisten farblich und in der Profilhöhe zu Ihrem Fußboden passen. Eine zu niedrige Leiste wirkt verloren, eine zu hohe stört das Gesamtbild. Messen Sie die Sockelhöhe an der höchsten Stelle des Raumes und wählen Sie die Leisten passend dazu aus. Mit diesen fünf Punkten – Untergrundvorbereitung, korrekter Winkel, geeigneter Befestigung, Bodenabstand und richtiger Höhe – gelingt der saubere Abschluss auch im Altbau ohne unnötigen Frust.
Beginnen Sie mit dem Abkleben der Kanten. Verwenden Sie ausschließlich Malerkrepp mit mittlerer Klebkraft – zu aggressives Band beschädigt den Putz oder die Tapete beim Entfernen. Drücken Sie das Band mit einer schmalen Spachtel oder einer Kante fest an, besonders in Ecken und an Türrahmen. Ein häufiger Fehler ist das Abkleben direkt auf frischer Farbe: Warten Sie, bis die Grundierung vollständig getrocknet ist. Noch besser ist es, das Band nicht bis zur äußersten Kante zu führen, sondern einen Millimeter Abstand zu lassen. So verhindern Sie, dass Farbe unter das Band kriecht und eine unsaubere Linie entsteht.
Eine flexible und zugleich grüne Lösung sind hohe Pflanzen oder Pflanzregale. Palmen oder große Farnarten auf Rolluntersetzern können Sie frei positionieren und je nach Bedarf verschieben. Kombinieren Sie zwei oder drei unterschiedlich hohe Pflanzen, um eine natürliche Zonierung zu schaffen. Der Clou: Sie können die Pflanzen auf ein schmales Rollbrett stellen, das Sie selbst aus einem alten Holzbrett und vier Lenkrollen bauen. Achten Sie darauf, dass die Töpfe ausreichend schwer sind oder einen Untersetzer mit Wasserreservoir haben – so vermeiden Sie Wasserflecken auf dem Boden. Dieser Raumteiler eignet sich besonders, wenn Sie eine ruhige Leseecke vom Fernsehbereich trennen möchten.
Beim Auftragen der Farbe hängt viel von der Technik ab. Verwenden Sie eine Farbwalze mit mittellangem Flor für glatte Wände, bei rauen Oberflächen einen längeren Flor. Gießen Sie die Farbe in eine Wannenmulde und tauchen Sie die Walze nur etwa zur Hälfte ein. Rollen Sie die überschüssige Farbe auf der Abstreiffläche ab, sonst tropft sie beim Auftragen. Arbeiten Sie in Bahnen von oben nach unten und überlappen Sie jede Bahn um etwa fünf Zentimeter. Wichtig ist, dass Sie die Walze nicht zu stark andrücken – sonst entstehen Streifen durch unterschiedliche Farbmengen. Rollen Sie immer in eine Richtung, idealerweise von der Fensterseite weg zum Licht. So sehen Sie frühzeitig, ob die Deckkraft ausreicht oder ob eine zweite Schicht nötig ist.
Unterschränke mit voll ausziehbaren Schubladen ersetzen die frühere Aufbewahrung in Oberschränken. Töpfe stapeln sich platzsparend in tiefen Schubladen, Deckel stehen senkrecht in einem Einsatz. Nutzen Sie die Höhe der Sockel: Eine flache Schublade im Sockelbereich nimmt Backbleche, Schneidebretter oder selten genutzte Küchengeräte auf. Achten Sie darauf, dass die Schubladen nicht zu schwer beladen werden – ein Vollauszug mit Softclose ist Pflicht, sonst wird das Öffnen zur Kraftprobe.
Die zweite Schicht ist kein optionaler Luxus, sondern bei kräftigen Farben wie Petrol, Terrakotta oder Dunkelgrau fast immer Pflicht. Warten Sie mindestens sechs Stunden, bevor Sie erneut rollen – sonst löst die frische Farbe die erste Schicht an. Ein typischer Fehler ist, die zweite Schicht noch nasser aufzutragen und dadurch die erste zu verschmieren. Kontrollieren Sie nach dem Trocknen mit einer Lampe, ob die Fläche gleichmäßig glänzt und keine matten Stellen aufweist. Sollten Sie doch einmal Streifen entdecken, hilft nur ein dritter Anstrich – nicht das Nachrollen einzelner Flecken, das macht es meist schlimmer.
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