Nach dem Anbringen der Träger legen Sie das Brett auf. Prüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob es gerade ist – gleichen Sie Unebenheiten mit Unterlegscheiben oder dünnen Holzklecksen aus. Schrauben Sie das Brett von unten an die Träger oder fixieren Sie es mit Montagekleber, wenn Sie es nicht sichtbar befestigen möchten. Zum Schluss ziehen Sie alle Schrauben noch einmal nach, damit das Brett bei Temperaturschwankungen nicht knarzt. Kontrollieren Sie auch, ob die Tür oder angrenzende Schränke nicht geöffnet werden können – eine häufige Ursache für spätere Probleme.
Ein typischer Fehler ist, den Mörtel zu früh oder zu spät abzuziehen. Ziehen Sie zu früh ab, wird die Fuge wieder ausgewaschen und verliert an Substanz. Ziehen Sie zu spät ab, lässt sich der Mörtel kaum noch glätten, und es entstehen unschöne Vertiefungen. Um die Oberfläche wirklich glatt zu bekommen, können Sie nach dem ersten Abziehen mit einem leicht feuchten Finger oder einem Fugenglätter die Fugen nachformen. Führen Sie das Werkzeug mit gleichmäßigem Druck entlang der Fuge, sodass eine leicht konkave Form entsteht, die keine Kanten aufweist. Diese Form erleichtert später die Reinigung und verhindert, dass sich Schmutz in Ecken festsetzt.
Die Wahl des richtigen Werkzeugs ist entscheidend. Verwenden Sie ausschließlich scharfe und für das Bcr-System geeignete Schneidköpfe. Ein stumpfes Werkzeug erhöht die Gefahr von Ausfransungen und unregelmäßigen Kanten. Prüfen Sie vor jedem Einsatz die Klinge auf Beschädigungen, denn schon ein winziger Defekt kann das Ergebnis negativ beeinflussen. Halten Sie das Werkzeug sauber und schützen Sie es vor Stößen, um die Schärfe langfristig zu erhalten.
Die Oberfläche entscheidet über die Langlebigkeit. Ein reines Öl betont die Maserung, bietet aber nur wenig Schutz gegen Flüssigkeiten. Besser geeignet sind Hartöl oder eine Kombination aus Grundierung und Klarlack. Tragen Sie mindestens drei dünne Schichten auf und schleifen Sie zwischen den Schichten mit feinem Schleifpapier (Körnung 240) an. So entsteht eine glatte, widerstandsfähige Oberfläche, die auch feuchte Gläser und heiße Tassen problemlos wegsteckt. Vermeiden Sie den häufigen Fehler, zu viel Öl auf einmal aufzutragen – das führt zu einer klebrigen Schicht, die nie richtig trocknet.
Führen Sie den Schnitt in einem gleichmäßigen, aber nicht zu schnellen Zug aus. Setzen Sie die Klinge in einem Winkel von etwa 30 Grad an und üben Sie konstanten Druck aus. Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen oder ein Nachsetzen an derselben Stelle, da dies zu unsauberen Übergängen führt. Achten Sie auf eine stabile Auflagefläche und fixieren Sie das Material, wenn nötig, mit einer Klemme oder einem Gewicht. Ein fester Stand verhindert Vibrationen, die die Schnittlinie verfälschen könnten.
Zunächst muss die alte Fuge vollständig entfernt werden. Dafür eignet sich ein Fugenkratzer oder ein scharfes Messer, das Sie in einem Winkel von etwa 30 Grad führen. Arbeiten Sie sich vorsichtig entlang der Fuge, bis Sie auf festen Untergrund stoßen. Bei hartnäckigen Resten hilft ein Dremel mit Fugensäge – allerdings sollten Sie dabei eine Schutzbrille tragen, da feine Staubpartikel entstehen. Nach dem Auskratzen wird die Fuge gründlich mit einer harten Bürste ausgefegt und mit einem Staubsauger abgesaugt. Wichtig ist, dass keine losen Partikel zurückbleiben, denn sie verhindern die Haftung des neuen Mörtels. Bei sehr tiefen Fugen empfiehlt es sich, eine Grundierung aufzutragen, die das Saugverhalten des Untergrunds ausgleicht, bevor Sie weitermachen.
Die Folie bietet einen entscheidenden Vorteil: Sie ist sofort wasserdicht und benötigt keine Trocknungszeit. Moderne Möbelfolien sind selbstklebend, dehnbar und in zahlreichen Dekoren erhältlich. Das Aufbringen erfordert jedoch Fingerspitzengefühl und Geduld. Die Arbeitsfläche muss absolut staubfrei und fettfrei sein. Am besten misst man die Zuschnitte großzügig und arbeitet mit einem Rakel aus Filz, um Luftblasen herauszudrücken. Bei großen Flächen beginnt man in der Mitte und schiebt die Luftblasen nach außen. Kanten und Ecken werden mit einem Föhn erwärmt, damit sich die Folie gut anlegen kann. Ein typischer Anfängerfehler ist es, die Trägerfolie zu früh abzuziehen – bessere Kontrolle hat man, wenn man nur wenig Folie freilegt und sie nach und nach anlegt.
Bei der Folie muss man auf die Qualität des Klebers achten. Billigfolien lösen sich nach kurzer Zeit, besonders in der feuchten Luft des Badezimmers. Man sollte auf eine Folie setzen, die ausdrücklich für Feuchträume geeignet ist und eine hohe Klebkraft aufweist. Vor dem Aufkleben empfiehlt es sich, die gesamte Fläche mit einem alkoholischen Reiniger zu entfetten und danach mit einem sauberen Tuch trocken zu wischen. Auch die Raumtemperatur spielt eine Rolle: Unter 18 Grad Celsius wird die Folie spröde und haftet nicht richtig. Ebenso sollte man nicht in direkter Zugluft arbeiten, da sonst Staubpartikel unter die Folie geraten.
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