Ein Utensilo ist ein genähter Stoffkorb, der auf dem Tisch steht oder an der Wand hängt und Kleinkram aufnimmt. Die Form entsteht aus einem Rechteck, das an den Ecken abgenäht wird. Wer regelmäßig näht, hat genug Reste dafür. Wer nicht näht, kauft sich meist einen, der nach zwei Jahren ausbleicht. Nähen lohnt sich, weil die Größe genau passt und der Stoff zum Rest der Einrichtung passt.
Nähfußdruck richtig einstellen, statt den Stoff zu schieb
Beim Kürzen einer Hose mit Originalsaum geht es darum, die vorhandene untere Kante zu erhalten, statt sie abzuschneiden und neu zu nähen. Das ist besonders bei Jeans und Chinos wichtig, weil der Originalsaum oft eine spezielle Verarbeitung, Absteppung oder Waschung hat, die man mit einer normalen Nähmaschine nicht nachbilden kann. Der Trick besteht darin, den Saum abzutrennen, die Hose auf die gewünschte Länge zu kürzen und den Originalsaum wieder anzusetzen. Klingt einfach, ist es aber nicht – und genau hier passieren die meisten Fehler.
Am Ende steht eine Hose, deren Kante aussieht wie gekauft. Der Originalsaum ist erhalten, die Länge stimmt, und die Naht ist kaum sichtbar. Das gelingt aber nur, wenn man die genannten Schritte einhält und sich Zeit lässt. Wer unsicher ist, übt zuerst an einem alten Stoffstück. Die Mühe lohnt sich, denn eine perfekt gekürzte Hose mit Originalsaum ist ein Ergebnis, das man bei keiner Schneiderei besser bekommt.
Eine lockere Wicklung auf der Spule ist eine der häufigsten Ursachen für Schlaufen und Perücken beim Nähen. Wer regelmäßig mit der Nähmaschine arbeitet, kennt das Problem: Der Faden wickelt sich nicht gleichmäßig auf, sondern liegt kreuz und quer, bildet Schlingen und verheddert sich. Die Folgen sind unschöne Stiche, Fadenbrüche und Frust. Dabei lässt sich das vermeiden, wenn man einige grundlegende Regeln beachtet.
Typische Fehler sind: den Stoff vor dem Waschen nicht zu testen, zu heiß zu waschen oder den Stoff nass aufzuhängen. Besonders Leinen schrumpft stark, wenn es heiß gewaschen wird. Wolle verfilzt bei Temperaturschwankungen. Auch das Bügeln mit zu viel Dampf kann das Gewebe verformen. Ein weiterer Fehler ist, den Stoff nach dem Dekatieren nicht erneut auszurichten, sodass der Fadenlauf nicht mehr stimmt. Dann sitzt der Ärmel schief und die Nähte wellen sich.
Nun die Hose auf die markierte Länge kürzen. Wichtig: Die Zugabe für die Naht nicht vergessen. Der Originalsaum wird später wieder angenäht, deshalb muss die Hose um die Saumzugabe länger bleiben. Ein typischer Fehler ist, die Hose genau auf die endgültige Länge zu kürzen. Dann wird der Saum angesetzt und die Hose ist plötzlich zu kurz. Besser ist es, die Hose zunächst etwas länger zu lassen und den Saum provisorisch mit Stecknadeln zu befestigen. Anprobieren, Länge prüfen, erst dann festnähen.
Die richtige Maschineneinstellung für den unsichtbaren Stich Für den Blindsaum gibt es spezielle Nähfüße, oft als Blindsaumfuß oder unsichtbarer Saumfuß bezeichnet. Sie besitzen eine Führungsschiene oder einen Anschlag, an dem die gefaltete Stoffkante entlangläuft. Der Stich selbst ist ein Blindstich: Die Nadel sticht abwechselnd in den gefalteten Saum und knapp daneben in den Oberstoff, ohne auf der Außenseite durchzukommen. An der Maschine stellt man eine mittlere Stichlänge ein, bei vielen Modellen zwischen zwei und drei Millimetern. Der Faden sollte farblich zum Stoff passen, damit eventuelle Mini-Punkte nicht auffallen.
Warum der Originalsaum mehr ist als nur eine Kante Der Originalsaum ist kein normales Stoffende. Bei Jeans ist er oft doppelt eingeschlagen und mit einer Kettelnaht oder Ziernaht versehen, die nach dem Waschen eine charakteristische Wellenform annimmt. Wer diesen Saum abschneidet und durch einen neuen ersetzt, bekommt eine Hose, die auf den ersten Blick wie selbst gemacht aussieht – die Kante ist zu dick, zu dünn oder die Farbe passt nicht. Deshalb ist es besser, den Originalsaum zu retten. Das erfordert Geduld, aber das Ergebnis ist eine Hose, die aussieht, als wäre sie nie gekürzt worden.
Zuerst muss die richtige Länge bestimmt werden. Dazu die Hose mit den Schuhen anziehen, mit denen sie später getragen wird. Die gewünschte Länge markieren, dabei aber bedenken, dass der Originalsaum später wieder angenäht wird. Die Markierung setzt man nicht am unteren Ende, sondern dort, wo die neue Saumkante verlaufen soll. Dann den Originalsaum vorsichtig mit einer Nahttrenner oder einer feinen Schere abtrennen. Dabei nicht den Stoff beschädigen. Den abgetrennten Saum aufbewahren, er wird später wieder verwendet.
Am Ende entscheidet nicht die teure Ausstattung über den Erfolg, sondern die Sorgfalt bei der Vorbereitung und die Geduld beim Nähen. Ein Blindsaum, der von außen fast unsichtbar bleibt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis mehrerer kleiner, bewusster Schritte. Wer diese beherrscht, kann auch schwierige Stoffe sauber verarbeiten und muss für einen professionellen Abschluss nicht in die Schneiderei gehen.
- ID: 400894


Reviews
There are no reviews yet.