So wird die sitzende Bundhöhe exakt bestimmt Das Maßband wird an der hinteren Bundmitte angelegt, also dort, wo der Träger später befestigt wird. Von diesem Punkt aus führt man das Band über die Schulter. Man misst nicht bis zum Nacken oder bis zum Halsansatz, sondern bis zu der Stelle, an der der Träger auf der Schulter aufliegt. Diese Stelle liegt je nach Körperbau und Trägerbreite leicht unterschiedlich — deshalb tastet man sie vorher ab. Der Wert wird notiert, dann die Messung auf der anderen Seite wiederholt. Beide Werte sollten nicht mehr als einen Zentimeter voneinander abweichen.
Die Bundhöhe im Sitzen weicht fast immer von der im Stehen ab. Wer Hosenträger bestellt oder kürzt, muss deshalb die Länge an der tatsächlichen Sitzposition messen. Ein Maßband, ein Stuhl ohne Armlehnen und eine zweite Person reichen aus. Wichtig ist, dass die Hose dabei genau so sitzt wie später im Alltag.
Kappnaht und französische Naht: zwei Nähte, die ohne Overlock auskomm
Heften lohnt sich vor allem an Stellen, die später kaum korrigierbar sind. Dazu gehören sichtbare Kanten, Kragen, Manschetten, Reißverschlüsse und jede Naht mit exaktem Musterverlauf. Auch beim Einnähen von Ärmeln oder beim Zusammensetzen von Rundungen verhindert der Vorstich ein Verziehen. Ein weiterer Fall ist das Fixieren von Einlagen, Vliesen oder Wattierungen: Diese verrutschen unter der Nadel besonders gern und lassen sich nach dem Nähen nicht mehr richten. Wer hier heftet, spart späteres Auftrennen und Neunähen.
Der erste Schritt beginnt mit der Vorbereitung. Bevor der Faden auf die Spule kommt, sollte die Spule selbst sauber und unbeschädigt sein. Staub, Fettreste oder kleine Risse können dazu führen, dass der Faden nicht gleichmäßig aufliegt. Auch die Spulenkapsel und der Spulenkern müssen frei von Rückständen sein. Ein trockenes Tuch oder ein weicher Pinsel hilft, feine Partikel zu entfernen. Prüfen Sie außerdem, ob die Spule richtig in der Spulvorrichtung sitzt – sitzt sie schief, wickelt der Faden unweigerlich locker auf.
Warum der Sitz die Messung verändert Beim Sitzen kippt das Becken nach hinten, der Bauchumfang verschiebt sich, und der Rücken rundet sich leicht. Dadurch rutscht der hintere Bundpunkt oft tiefer als im Stehen. Messen Sie trotzdem nicht im Stehen und rechnen Sie nichts um. Die Trägerlänge, die im Stehen passt, ist im Sitzen häufig zu kurz. Wer nur stehend misst, bestellt am Ende Träger, die einschneiden oder ständig von der Schulter rutschen.
Wer die Gardine nach dem Raffung aufhängt, sollte sie einige Stunden hängen lassen, bevor die endgültige Faltenverteilung festgenäht wird. Der Stoff dehnt sich mit der Zeit, und die Falten verändern sich leicht. Erst danach die Fäden endgültig verknoten und abschneiden. Ein letzter Blick auf die Unterkante: Hängt sie wellig, wurde das Band zu stramm gezogen. Dann die Raffung etwas lockern und neu verteilen.
Wer bereits Träger besitzt, kann die gemessene Länge mit der vorhandenen vergleichen. Dazu legt man den Träger flach aus und misst von der Befestigungsschlaufe bis zum Ende der Verstellung. Die Differenz zur sitzenden Bundhöhe zeigt, ob die Verstellung ausreicht. Reicht sie nicht, ist ein neuer Träger fällig. Bei verstellbaren Trägern sollte die gemessene Länge etwa in der Mitte des Verstellbereichs liegen, damit noch Reserve nach oben und unten bleibt.
Zuerst die Hose anziehen und setzen. Der Bund bleibt dort, wo er beim Sitzen natürlicherweise liegt – nicht hochziehen, nicht nach unten drücken. Die zweite Person misst nun vom vorderen Bundpunkt, also dort, wo später der vordere Trägerknopf sitzt, über die Schulter bis zum hinteren Bundpunkt. Das Band läuft dabei straff über das Schlüsselbein, nicht neben dem Hals. Achten Sie darauf, dass das Maßband flach anliegt und sich nicht verdreht.
Typische Fehler sind: im Stehen messen, das Maßband straff ziehen oder durchhängen lassen, den Bund beim Sitzen nach oben ziehen, um bequemer zu sitzen, und die Schulterposition nicht genau festlegen. Auch wer nur eine Seite misst, riskiert eine schiefe Passform, weil die Schultern selten exakt symmetrisch sind. Ein weiterer Fehler ist, die Länge anhand der Körpergröße zu schätzen. Zwei Personen gleicher Größe können unterschiedliche sitzende Bundhöhen haben, abhängig von Oberkörperlänge und Bundposition.
Am Ende zählt nicht der theoretische Wert, sondern der Sitz beim Tragen. Nach dem Kauf wird die eingestellte Länge im Sitzen überprüft: Der Bund darf nicht hochgezogen werden, die Träger dürfen nicht in die Schultern schneiden und nicht seitlich abrutschen. Wer diese Kontrolle direkt nach dem Einstellen macht, erspart sich das ständige Nachjustieren. Die sitzende Bundhöhe ist die einzige Messung, die für den Alltag wirklich relevant ist.
Für die Messung braucht es eine zweite Person oder einen Spiegel, ein flexibles Maßband und eine Hose, die tatsächlich mit den Trägern getragen wird. Die Hose wird so angelegt, wie sie sitzen soll — nicht zu hoch, nicht zu tief. Wer den Bund später anders trägt als beim Messen, bekommt falsche Werte. Wichtig ist, aufrecht auf einem Stuhl zu sitzen, die Füße flach auf dem Boden, der Rücken gerade. Nur so entspricht die gemessene Strecke der realen Zugrichtung der Träger.
- ID: 400897


Reviews
There are no reviews yet.