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Sisal oder elektronische Dartscheibe: Wann lohnt sich welches Board?

Eine E-Dartscheibe verzeiht keine Erschütterungen. Schon ein Zentimeter Verschiebung an der Wand verändert die Trefferzone, und aus einem sauberen Wurf wird ein Randtreffer. Wer regelmäßig spielt, merkt das nicht sofort, weil sich die Abweichung schleichend einstellt. Deshalb geht es hier nicht darum, wie du wirfst, sondern darum, wie du die Scheibe so befestigst, dass sie bleibt, wo sie hingehört – auch nach einem unglücklichen Aufprall oder einem Stoß gegen die Wand.

Nach dem Aufhängen prüfen, ob die Scheibe fest sitzt und nicht wackelt. Ein kurzer Testwurf zeigt, ob die Höhe stimmt. Wer unsicher ist, misst vom Boden bis zur Mitte des Bullseye nach. Die Schrauben nach einer Woche nachziehen, weil sich das Material setzt. So bleibt die Dartscheibe an der neuen Wand genauso stabil wie zuvor.

Die Rotation ist der wichtigste Pflegegriff. Ein Turnierboard hat eine begrenzte Lebensdauer, wenn immer nur auf dieselben Segmente geworfen wird. Wer das Board regelmäßig um 90 Grad dreht – etwa nach jeder intensiven Trainingswoche – verteilt die Belastung und verlängert die Nutzungsdauer erheblich. Dabei nicht vergessen, den Number Ring mitzudrehen, sonst stimmt die Zuordnung nicht mehr. Ein weiterer Fehler ist das Reinigen mit feuchten Tüchern. Wasser dringt in das Sisal ein, quillt auf, und die Oberfläche wird uneben. Trockene Bürste oder leichtes Ausklopfen genügen.

Eine Dartscheibe hängt selten von allein. Wer sie abnimmt, um sie später an anderer Stelle wieder zu befestigen, sollte die Wand dahinter, die Dübel und die Scheibe selbst prüfen. Ein sauberer Wechsel beginnt nicht mit dem Abschrauben, sondern mit der Vorbereitung: Zollstock, Wasserwaage, Bleistift, Schraubendreher, passende Dübel und Schrauben, ein Staubsauger sowie ein sauberes Tuch bereitlegen. Fehlen diese Dinge, wird meist hektisch gearbeitet und die neue Position sitzt schief.

Die Wahl zwischen Sisal und elektronischer Dartscheibe hängt davon ab, wer spielt, wie oft und mit welcher Zielsetzung. Ein Sisal-Board besteht aus gepressten Agavenfasern, in die Löcher gebohrt wurden. Der Vorteil: Die Löcher schließen sich nach dem Herausziehen der Pfeile fast vollständig, das Board hält jahrelang. Elektronische Boards arbeiten mit Kunststoffspitzen, die auf Sensoren treffen und die Punkte automatisch zählen. Wer Steel-Darts mit Metallspitzen wirft, braucht zwingend ein Sisal-Board. Wer Soft-Darts nutzt, kann auf elektronische Modelle zurückgreifen.

Vor dem Lösen der Halterung die aktuelle Höhe und den Abstand zur Wand notieren. Vom Boden bis zur Mitte des Bullseye sind es üblicherweise 1,73 Meter, doch entscheidend ist der eigene Wurf. Mit einem Bleistift eine kleine Markierung an der Wand anbringen, damit die neue Position später verglichen werden kann. Steckt die Scheibe auf einem festen Board, zuerst die Sicherungsschrauben oder Klemmen lösen. Bei einer in die Wand gedübelten Halterung die Schrauben erst eine halbe Umdrehung lockern, dann die Scheibe mit beiden Händen abstützen und die Schrauben vollständig herausdrehen.

Wer regelmäßig Dart spielt, kennt das Problem: Nicht jeder Wurf trifft die Scheibe. Die Pfeile landen an der Wand, hinterlassen Löcher im Putz, Kerben im Holz oder Kratzer in der Tapete. Ein geeigneter Wandschutz verhindert Schäden und verlängert die Lebensdauer der Wand erheblich. Die Wahl des Materials hängt vor allem davon ab, wie häufig gespielt wird, welche Wurfkraft die Pfeile haben und wie die Wand beschaffen ist.

Für ernsthaftes Training ist Sisal die bessere Wahl. Der Widerstand beim Einschlag gibt direktes Feedback, das elektronische Boards nicht bieten. Wer Turniere oder Liga spielt, kommt an Sisal nicht vorbei, weil dort standardisiert geworfen wird. Elektronische Boards eignen sich eher für gesellige Abende, Partys oder Kinder, die noch keine Metallspitzen nutzen dürfen. Auch für kleine Wohnungen sind sie praktisch, weil kein Aufhängen an einer tragenden Wand nötig ist – oft reicht ein Tischaufbau.

Schließlich sollte man das Board vor dem Kauf auf Maßhaltigkeit prüfen. Die Segmente müssen gleich groß sein, das Bullseye exakt zentriert. Ein schiefes Board verzeiht keine präzise Wurftechnik, weil die visuelle Rückmeldung verfälscht wird. Wer diese Punkte beachtet, bekommt eine Scheibe, die auch nach vielen Legs gleichmäßig bleibt – und genau das entscheidet im Turnier über Sieg und Niederlage.

Worauf es im Alltag wirklich ankommt Beim Sisal-Board muss die Punktzahl selbst mitgezählt oder von Hand notiert werden. Das klingt umständlich, schult aber das Kopfrechnen und die Konzentration. Typischer Fehler: Anfänger werfen zu fest oder zu locker, wodurch die Spitzen abbrechen oder die Fasern ausreißen. Achte darauf, das Board an einer massiven Wand zu montieren, nicht an Rigips. Eine dicke Kork- oder Schaumstoffplatte dahinter schützt die Wand vor Fehlwürfen. Die Höhe beträgt exakt 1,73 Meter bis zur Mitte des Bullseye, die Abwurflinie liegt bei 2,37 Metern.

  • ID: 401002

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