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Wenn Cricket im Dartboard zur Kopfsache wird

Wenn du keine Hilfsmittel zur Hand hast, kannst du die Höhe auch über die Entfernung zur Abwurflinie ableiten. Die offizielle Distanz beträgt 2,37 Meter von der Scheibenfläche bis zur Abwurfkante. Ein durchschnittlicher Schritt eines Erwachsenen ist etwa 0,75 Meter lang. Drei Schritte entsprechen also ungefähr 2,25 Metern. Das ist zu kurz. Vier Schritte wären drei Meter – zu lang. Du kannst die Schrittlänge mit einer bekannten Strecke kalibrieren, etwa der Breite einer Tür (meist 0,80 bis 0,90 Meter). So bekommst du ein Gefühl für die Entfernung, aber für die Höhe bleibt das unsicher. Verlass dich lieber auf die Blatt-Methode.

Die Montage beginnt mit der Wahl der Wand. Trockenbauwände halten ein Dartboard nur mit geeigneten Dübeln, besser ist eine massive Wand oder eine Montageplatte. Ein häufiger Fehler: Das Board wird zu hoch oder zu tief gehängt, weil man von der Oberkante statt von der Mitte misst. Die Mitte des Boards ist der Bullseye-Punkt, also das Zentrum der 50. Ein Maßband vom Boden bis zur Boardmitte ist die einfachste Kontrolle. Wer eine Dartscheibe mit Klammer oder Aufhängung nutzt, sollte die Höhe nach dem Aufhängen erneut prüfen, denn manche Systeme verrutschen beim Einhängen.

Nach dem Wechsel gehört der Pfeil auf die Waage und in den Wurf. Schon eine Abweichung von wenigen Zehntelgramm zwischen den drei Pfeilen verändert die Streuung. Wer alle Spitzen eines Satzes gleichzeitig tauscht, hält die Balance konstant. Lose Spitzen erkennt man daran, dass der Pfeil im Board wackelt oder beim Aufprall klappert. Dann sofort nachziehen, nicht weiterspielen. Ein beschädigtes Gewinde lässt sich nicht reparieren, nur ersetzen.

Der typische Anfängerfehler: wild auf alle Zahlen werfen, die gerade frei sind. Wer Cricket gewinnen will, arbeitet systematisch. Zuerst werden Zahlen geschlossen, die der Gegner bereits besitzt oder gleich schließen wird. Danach punktet man auf hohen Zahlen, meist 20 oder 19, weil jeder Treffer dort mehr einbringt als auf 15 oder 16. Das Bullseye zählt zwar nur als eine Zahl, ist aber wegen der hohen Punktzahl im einfachen Ring (25) und doppelten Ring (50) ein lohnendes Ziel, sobald es geschlossen ist.

Ein Satz Dartpfeile hält deutlich länger, wenn man ihn regelmäßig reinigt und die Spitzen rechtzeitig austauscht. Der Verschleiß zeigt sich selten plötzlich. Meist sind es feine Risse im Gewinde, abgestumpfte Spitzen oder hartnäckige Rückstände, die das Flugverhalten schleichend verändern. Wer die Pflege in eine feste Routine einbaut, merkt Fehler früher und vermeidet teure Neukäufe.

Die richtige Reihenfolge entscheidet Ein häufiger Fehler ist es, eine Zahl nur zweimal zu treffen und dann zur nächsten zu wechseln. Dadurch entstehen „offene” Zahlen, die der Gegner leicht schließen und anschließend bepunkten kann. Besser ist es, eine begonnene Zahl konsequent zu schließen, bevor man sich eine neue vornimmt. Ausnahme: Wenn der Gegner auf einer hohen Zahl punktet und man selbst noch weit zurückliegt, muss man sofort auf diese Zahl antworten, auch wenn sie erst einmal getroffen wurde.

Für die Grundreinigung reichen lauwarmes Wasser, ein Tropfen Spülmittel und eine weiche Zahnbürste. Das Barrel wird damit abgebürstet, bis kein Griffschweiß und kein Kreidestaub mehr in den Rillen sitzen. Anschließend gründlich mit klarem Wasser abspülen und auf einem Tuch vollständig trocknen lassen. Feuchtigkeit im Gewinde ist der häufigste Grund für festgefressene Spitzen, deshalb darf hier nichts zusammenmontiert werden, solange Restfeuchte vorhanden ist.

Wann eine Spitze gewechselt werden muss Eine Stahlspitze ist verschlissen, wenn die Rundung an der Spitze flach geworden ist oder kleine Kerben sichtbar sind. Prüfen lässt sich das mit dem Fingernagel: Bleibt er an einer Kante hängen, ist die Spitze fällig. Auch ein leicht schiefes Bild im Board deutet darauf hin, dass die Spitze gestaucht wurde. Ein häufiger Fehler ist, abgebrochene Spitzenreste einfach mit Gewalt aus dem Barrel zu drehen. Besser ist eine Spannzange oder ein Spitzenauszieher, mit dem sich der Rest gerade herausziehen lässt, ohne das Innengewinde zu beschädigen.

Flights und Schäfte gehören zur gleichen Routine. Ein eingerissener Flight bremst den Pfeil unregelmäßig, ein verbogener Schaft bringt Unruhe in die Flugbahn. Nach jeder Session kurz prüfen, ob alles gerade und fest sitzt. Wer diese Minuten investiert, wirft konstanter und tauscht Spitzen, bevor das Gewinde Schaden nimmt.

Beim Einsetzen neuer Spitzen entscheidet die Gewindeart. Es gibt feste Spitzen zum Einschrauben und bewegliche, die auf einem Gewindestift sitzen. Vor dem Einbau wird das Gewinde mit einem fusselfreien Tuch von alter Schraubensicherung befreit. Danach die Spitze von Hand eindrehen, bis sie greift. Erst die letzten Umdrehungen mit einem Spitzenschlüssel festziehen, aber nie mit Gewalt. Ein kurzer Tropfen Schraubensicherung auf das Gewinde verhindert, dass sich die Spitze beim Wurf löst, ohne das spätere Wechseln unmöglich zu machen.

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