Viele Werfer fragen sich, ob eine zusätzliche Beleuchtung auch bei Tageslicht die Wurfleistung verbessert. Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, was man unter „Verbesserung” versteht. Eine helle Lampe macht den Dart nicht präziser, aber sie kann die Sicht auf das Board und die Flugbahn des Pfeils optimieren. Bei Tageslicht konkurriert künstliches Licht mit dem natürlichen Licht. Wenn die Lichtquelle falsch positioniert ist, entstehen Schatten oder Reflexionen, die das Zielen erschweren. Eine gut platzierte Lampe kann dagegen Kontraste verstärken und die Konzentration fördern.
Die Breite ist der am häufigsten unterschätzte Faktor. Zwei Spieler nebeneinander brauchen jeweils etwa 60 Zentimeter Bewegungsfreiheit. Steht die Scheibe in einer Nische, kann der seitliche Arm nicht ausschwingen. Ein typischer Fehler ist, die Scheibe zwischen zwei Regalen zu platzieren. Der Wurfarm stößt dann beim Ausholen an, noch bevor der Dart die Hand verlässt. Auch der Blick auf die Scheibe wird durch seitliche Hindernisse gestört. Wer linkshändig wirft, braucht die Freiheit auf der anderen Seite. Eine Breite von 1,50 Metern zwischen zwei Wänden ist das absolute Minimum, besser sind zwei Meter.
Wer die Scheibe dreht, um die Segmente gleichmäßig zu nutzen, muss danach Höhe und Abstand erneut prüfen. Das Drehen verändert die Position der Unterkante nicht, aber die Schrauben können sich lockern. Ein fester Sitz der Scheibe ist wichtiger als ein dekorativer Rahmen. Steht die Scheibe auf einem Ständer statt an der Wand, gelten dieselben Maße, aber der Ständer muss gegen Umkippen gesichert sein. Ein umfallender Ständer beschädigt die Darts und den Boden.
Die Dartscheibe gehört an eine Wand, die mindestens drei Meter breit und zwei Meter hoch frei ist. Trockenbauwände tragen das Gewicht nur, wenn dahinter eine tragende Schicht oder ein Brett sitzt. Ohne Unterkonstruktion zieht das Gewicht der Scheibe plus Aufprallkraft die Dübel aus der Wand. Ein Stück Sperrholz hinter der Scheibe verteilt die Last und schützt die Wand vor fehlgeworfenen Darts. Die Unterkante der Scheibe liegt bei 173 Zentimetern über dem Boden. Dieser Wert gilt für Steeldart und ist der Standard, an dem sich alle Turniere orientieren.
Die zweite Maßnahme betrifft die Auflagefläche der Scheibe selbst. Viele E-Dartscheiben haben auf der Rückseite kleine Gummifüße oder Schaumstoffstreifen. Diese verhindern das Verrutschen auf glatten Oberflächen, nutzen sich aber mit der Zeit ab. Klebe zusätzlich rutschfeste Pads aus Gummi oder Filz auf die Rückseite, aber achte darauf, dass sie nicht zu dick sind, sonst kippelt die Scheibe. Ein häufiger Fehler ist, die Scheibe direkt auf eine lackierte oder glatte Holzplatte zu hängen, ohne eine Zwischenschicht. Besser ist eine dünne Gummimatte, die du zwischen Wand und Scheibe legst. Sie dämpft den Aufprall und verhindert das Wandern.
Der Raum hinter der Abwurflinie braucht mindestens einen Meter Tiefe, damit der Arm beim Wurf nicht anstößt. Seitlich sollten etwa 90 Zentimeter frei bleiben, damit der Wurf nicht durch Möbel oder Wände blockiert wird. Steht die Scheibe in einer Nische, prallen Darts von den Seitenwänden ab. Ein Schutzrahmen aus Schaumstoff oder Filz um die Scheibe fängt die meisten Fehlwürfe ab. Der Bodenbelag sollte rutschfest sein, denn ein rutschiger Untergrund verändert den Stand und damit die Trefferquote.
Abstand zur Abwurflinie und typische Fehler Die Abwurflinie, im Darts „Oche” genannt, liegt waagerecht gemessen 237 Zentimeter von der Scheibenfläche entfernt. Gemessen wird von der Vorderseite der Scheibe bis zur Kante der Linie, nicht bis zur Wand. Ein häufiger Fehler: Der Abstand wird diagonal oder vom Wandbelag aus gemessen. Das verschiebt die Linie um mehrere Zentimeter und macht jede Aufnahme ungültig. Die Linie selbst sollte mindestens 38 Millimeter breit und rutschfest sein. Ein Stück Klebeband reicht nicht, weil es under dem Fuß verrutscht.
Die Beleuchtung muss die Scheibe gleichmäßig ausleuchten, ohne zu blenden. Ein einzelner Spot von oben wirft Schatten auf die unteren Segmente. Zwei schmale Leisten links und rechts oder ein Ring um die Scheibe lösen das Problem. Die Scheibe sollte außerdem nicht direkt neben einem Fenster hängen, weil Gegenlicht die Zahlen unlesbar macht. Nach dem Aufhängen mit einem Maßband und einer Wasserwaage prüfen, ob Höhe und Abstand stimmen. Diese Kontrolle dauert zwei Minuten und verhindert, dass monatelang mit falschen Bedingungen geworfen wird.
Bevor der erste Dübel gesetzt wird, muss klar sein, was hinter dem Putz liegt. Eine massive Beton- oder Ziegelwand trägt ein Dartboard problemlos. Bei Trockenbau, Holzständerwerk oder dünner Spanplatte reichen normale Dübel nicht aus. Hier braucht es entweder Hohlraumdübel mit ausreichender Tragkraft oder eine Montageplatte, die über mehrere Ständer verschraubt wird. Das Board wiegt mit Surround und Fangring schnell mehrere Kilogramm, dazu kommt die dynamische Last jedes Treffers. Eine zusätzliche Gummi- oder Filzunterlage hinter dem Board dämpft den Aufprall, schont die Wand und reduziert das Klappern in den Wohnräumen darunter.
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