Ein erwachsener Spieler steht nicht still. Der Körper verlässt beim Wurf die senkrechte Achse, der Arm schwingt nach vorn, der Oberkörper neigt sich. Rechnet man den Raum hinter der Abwurflinie hinzu, sind mindestens 1,20 Meter Tiefe nötig, damit der hintere Fuß nicht gegen eine Wand stößt. Insgesamt ergibt das eine Tiefe von rund 3,60 Metern von der Scheibe bis zur rückwärtigen Wand. Bei einer Raumhöhe von 2,40 Metern kann ein hoher Bogenwurf die Decke treffen, wenn die Scheibe zu tief hängt. Die Mitte der Scheibe gehört auf 1,73 Meter über dem Boden. Wer diese Höhe unterschreitet, riskiert, dass der Wurf von oben kommend die Scheibe verfehlt und in die Wand darüber trifft.
Zunächst brauchst du einen geeigneten Platz. Das Zentrum des Boards – der Mittelpunkt des Bullseye – gehört auf eine Höhe von 1,73 Metern. Die Wurfabwurflinie liegt 2,37 Meter entfernt, gemessen von der Wand bis zur Vorderkante der Abwurflinie. Miss diese beiden Werte vor dem Bohren aus, nicht danach. Ein häufiger Fehler ist, das Board nach Augenmaß zu montieren. Der zweite typische Fehler: die Wand nicht zu prüfen. Trockenbau, Gipskarton oder dünner Putz vertragen keine normalen Dübel. Hier hält nur ein Board, das mit einer Trägerplatte oder einem Wandabstandshalter befestigt wird.
Ein weiterer Fehler betrifft die Umgebung. Hinter und neben dem Board sollte eine Schutzfläche aus Filz oder Kork angebracht werden. Ohne diese Fläche hinterlassen fehlgegangene Darts tiefe Löcher im Putz. Die Schutzfläche muss mindestens 30 Zentimeter über den Boardrand hinausragen, besser 40. Auch der Boden leidet: Ein Dartteppich oder eine Gummimatte unter der Wurfzone verhindert, dass die Spitzen abbrechen. Diese Matten sind kein Luxus, sondern sparen Geld und Ärger.
Zum Schluss kontrolliere die Standfestigkeit, indem du vorsichtig gegen das Board drückst. Es darf sich nicht bewegen. Drehe die Schrauben nach, falls nötig. Wenn alle Punkte stimmen, steht dem Spiel nichts im Weg. Die fünf Fehler – falsche Höhe, ungeprüfte Wand, fehlende Schutzfläche, schiefe Montage und lockere Schrauben – kosten dich nur einmal Zeit. Danach hält das Board dort, wo es soll.
Für Anfänger reicht die Variante ohne Doppelfelder. Fortgeschrittene können die Übung mit Zeitlimit spielen oder nur mit dem äußeren Ring arbeiten. Wer regelmäßig Around the Clock trainiert, merkt schnell, dass die Konzentration über die gesamte Runde hinweg wichtiger ist als einzelne Glückstreffer. Die Übung ist kein Wettkampf, sondern ein Werkzeug, um die eigene Wurfkontrolle zu schärfen.
Warum die Übung den Wurf stabilisiert Der größte Nutzen liegt in der Wiederholung unter wechselnden Zielen. Du wirfst nicht immer auf die 20, sondern musst deine Wurfmechanik ständig anpassen. Das trainiert die Hand-Auge-Koordination und zwingt dich, deine Standposition und den Griff bewusst zu kontrollieren. Viele Spieler stellen fest, dass sie nach einigen Runden Around the Clock auch auf die großen Zahlen sicherer treffen, weil sie gelernt haben, kleine Korrekturen vorzunehmen statt jeden Wurf mit voller Kraft zu erzwingen.
Shanghai Dart ist eine Variante, die auf einer normalen Dartscheibe gespielt wird und ihren Reiz aus einer Mischung aus festen Zielen und plötzlichem Spielende zieht. Anders als beim klassischen 501 geht es nicht darum, Punkte herunterzurechnen, sondern eine feste Reihenfolge von Feldern zu treffen und dabei entweder genau die vorgegebene Zahl oder ein Shanghai zu erreichen. Wer die Regeln einmal verinnerlicht hat, kann sofort mitspielen, ohne lange zu rechnen.
Zu Beginn wird die Reihenfolge der Spieler ausgelost, üblicherweise durch einen Wurf auf das Bull. Jeder Spieler wirft abwechselnd drei Darts pro Runde. Gespielt wird über die Zahlen 1 bis 7 oder, je nach Absprache, über eine andere feste Folge. In der ersten Runde zählt nur die 1, in der zweiten Runde die 2 und so weiter. Ein Treffer im einfachen Feld bringt die einfache Zahl, ein Treffer im doppelten Feld das Doppelte, ein Treffer im dreifachen Feld das Dreifache. Das Bull hat in dieser Variante keine eigene Wertung, es sei denn, die Gruppe legt vorher etwas anderes fest.
Ein Dartpfeil besteht aus Spitze, Barrel, Shaft und Flight. Der Shaft – oft auch Schaft genannt – verbindet Barrel und Flight. Er beeinflusst Flugbahn, Stabilität und Gruppierung stärker, als viele vermuten. Wer ständig Ausreißer hat, sollte zuerst den Shaft prüfen, nicht die Wurftechnik. Material und Länge wirken direkt auf Schwerpunkt und Luftverhalten.
Ein Dartboard an der Wand zu befestigen sieht nach einer schnellen Aufgabe aus. Tatsächlich entscheidet die Montage darüber, ob du jahrelang Freude am Spiel hast oder ob der Putz nach dem ersten Fehlwurf bröckelt. Die wichtigste Regel lautet: Das Board muss fest sitzen, aber die Wand darf keinen Schaden nehmen. Beides gleichzeitig gelingt nur, wenn du vor dem ersten Bohren planst.
Die Montage selbst beginnt mit der Halterung an der Wand. Zeichne die Bohrlöcher mit einem Bleistift an, prüfe mit der Wasserwaage, ob die Halterung waagerecht sitzt, und bohre erst dann. Zu tiefe Bohrlöcher schwächen den Halt, zu flache verhindern, dass der Dübel greift. Nach dem Einsetzen der Dübel schraubst du die Halterung fest. Setze das Board auf und prüfe mit einer Wasserwaage, ob es senkrecht hängt. Ein schiefes Board verzerrt das Wurfbild und führt zu Frust.
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