Der Wandtyp bestimmt die Befestigung. Massivziegel und Beton tragen schwere Fernseher mit Standarddübeln, sofern die Dübel tief genug sitzen. Trockenbauwände aus Gipskarton benötigen entweder eine durchgehende Trägerplatte oder spezielle Hohlraumdübel, die sich hinter der Platte aufspreizen. Porenbeton ist weich und verlangt größere Dübel. Häufiger Fehler: Die Tragfähigkeit wird nur nach Fernsehergewicht beurteilt, nicht nach dem Zug, den ein ausgeschwenkter Wandhalter erzeugt. Ein Wandabstand von wenigen Zentimetern verdoppelt die Last am oberen Befestigungspunkt.
Bevor ein einziges Loch gebohrt wird, muss klar sein, welches Gerät an welcher Position hängt und wie die Kabel dorthin gelangen. Eine TV-Wand mit versteckter Verkabelung entsteht nicht spontan, sondern aus einer Reihenfolge von Entscheidungen: Wandtyp prüfen, VESA-Maß bestimmen, Stromweg festlegen, Soundbar einplanen, Möbel positionieren. Wer diese Reihenfolge vertauscht, bohrt später erneut oder verdeckt Anschlüsse, die erreichbar bleiben müssen.
Die Soundbar gehört in die Planung, bevor die Möbel stehen. Sie liegt entweder auf einem Sideboard, hängt unter dem Fernseher an einer eigenen Halterung oder sitzt in einer Nische. Entscheidend ist die Höhe: direkt unter dem Bildschirm, mit etwas Luft für die Höhenlautsprecher, aber nicht so tief, dass sie das Bild verdeckt. Kabel zur Soundbar laufen im selben Leerrohr wie die übrigen Signalleitungen, jedoch nicht durch dieselbe Dose wie der Strom. Ein optisches oder HDMI-Kabel mit Reserve verlegen, damit ein späterer Gerätewechsel nicht die Wand öffnet.
Ein bestehender Ausschnitt lässt sich nur dann weiterverwenden, wenn die neue Spüle oder das neue Kochfeld exakt dieselben Außenmaße und dieselbe Radiusgeometrie hat. Schon ein anderer Eckenradius führt dazu, dass die Dichtung nicht mehr aufliegt und Wasser in die Spanplatte zieht. Bei Naturstein oder Mineralwerkstoff ist ein neuer Ausschnitt kaum möglich, ohne die Platte zu beschädigen; bei Schichtstoff und Massivholz ist er machbar, erfordert aber eine saubere Schnittkante, die sofort versiegelt wird. Wer diese Versiegelung weglässt, hat nach wenigen Monaten aufgequollene Kanten und Schimmel unter der Spüle.
Die Steckdose hinter dem Fernseher sollte nicht direkt vom TV-Gehäuse verdeckt werden, sonst ist sie im Fehlerfall unerreichbar. Besser ist eine Position seitlich versetzt, etwa eine Handbreit neben dem Geräterand, oder eine flache Unterputzdose mit gewinkeltem Stecker. Wer den Fernseher bündig an die Wand setzt, braucht außerdem eine Steckdose, die nicht aufträgt. Ein Stromkabel, das quer über die Wand läuft, macht jede Verkabelung sichtbar, egal wie sauber der Rest gearbeitet ist.
Die häufigste Ursache ist ein Spalt zwischen der Rollladenführung und dem Mauerwerk. Lose sitzende Schienen lassen sich oft mit passenden Dübeln und Schrauben neu befestigen, erst danach dichten. Für den Spalt eignet sich ein dauerelastischer Fugendichtstoff auf Acryl- oder Silikonbasis, je nach Untergrund. Acryl lässt sich überstreichen, ist aber weniger dehnfähig; Silikon haftet besser auf glatten Flächen, kann aber nicht gestrichen werden. Vor dem Ausspritzen den Spalt sauber und trocken machen, lose Farbreste entfernen und bei tiefen Fugen eine Rundschnur als Hinterfüllung einlegen, damit der Dichtstoff nicht dreiseitig klebt und später aufreißt.
Seitliche Führungen und Kederprofile müssen fluchten. Schon wenige Millimeter Versatz reichen, damit der Keder auf einer Seite klemmt. Mit einer Wasserwaage prüfen, ob beide Schienen auf gleicher Höhe liegen. Bei Wandmarkisen, die auf unebenem Mauerwerk montiert sind, lässt sich das über die Konsolen justieren. Nach dem Spannen die Abschlusskappen wieder montieren, aber nicht fest anziehen, solange der Keder noch Spiel hat – sonst wird er in die falsche Position gedrückt.
Ein letzter Kontrollgang: Markise mehrmals ein- und auskurbeln und den Kederlauf an beiden Enden beobachten. Bleibt der Stoff glatt, ohne seitliches Wandern, sitzt der Keder korrekt. Wandert er erneut, liegt es fast immer an einer verschmutzten oder beschädigten Nut, nicht am Stoff. Diese Ursache zuerst beheben, bevor erneut gespannt wird.
Die Montage beginnt mit der Befestigung der seitlichen Wangen an der Wand. Dübel und Schrauben müssen zum Untergrund passen; bei Rigips sind Hohlraumdübel Pflicht. Setzen Sie die Wangen nicht auf den Boden, sondern lassen Sie 10 mm Luft für den Bodenausgleich. Danach verbinden Sie die Wangen mit einer unteren und oberen Traverse. Die Frontplatte wird erst nach dem Ausrichten angeschraubt, damit Sie den Heizkörper noch entlüften können. Achten Sie darauf, dass das Thermostatventil frei zugänglich bleibt – ein ausgesägter Ausschnitt ist besser als ein späteres Gefummel.
Unabhängig vom System gilt: Die Montage gelingt nur bei trockenem Wetter und Temperaturen über fünfzehn Grad. Bei Kälte klebt kein Klebeband, und Spannrahmen aus Kunststoff werden spröde. Prüfe nach dem Anbringen jede Kante mit der Hand. Wo ein Finger durchkommt, kommt auch eine Mücke durch. Ein sauber montiertes Gitter lässt sich ohne Werkzeug abnehmen und wieder einsetzen, ohne dass die Befestigung Schaden nimmt.
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