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5 Maßnahmen, die Heizkörpernischen im Altbau dauerhaft dämmen

Der Aufbau folgt einem festen Prinzip. Auf die vorhandene, wurzelfeste Abdichtung kommt eine Schutzvlieslage, darüber eine Drän- und Wasserspeicherschicht, dann das Substrat und zuletzt die Bepflanzung. Bei Garagen mit geringer Neigung reicht oft eine extensiv begrünte Fläche mit Sedum, Kräutern und Gräsern. Sie kommt mit 6 bis 12 Zentimetern Substrat aus und braucht kaum Wasser. Wer höhere Pflanzen oder sogar Sträucher will, plant intensiv – das bedeutet mehr Gewicht, mehr Pflege und einen Bewässerungsanschluss auf dem Dach.

Wer Wände spachtelt, entscheidet mit der gewählten Qualitätsstufe über das spätere Ergebnis. Die Q-Stufen nach DIN 18363 beschreiben, wie eben und wie glatt eine Fläche sein muss. Q1 bedeutet lediglich gefüllte Fugen und Löcher, Q2 verlangt eine durchgehend gespachtelte Fläche ohne sichtbare Übergänge, Q3 eine nahezu porenfreie Oberfläche und Q4 eine Fläche, die auch bei streifendem Licht keine Unebenheiten zeigt. Für gestrichene Wände mit Dispersionsfarbe reicht in der Regel Q2. Sobald Licht von der Seite auf die Wand fällt oder Glanzlack zum Einsatz kommt, ist Q3 oder Q4 notwendig, sonst zeichnen sich Spachtelgrate und Fugen als Schatten ab.

Nach dem Entlüften aller Heizkörper den Druck erneut prüfen. Er ist jetzt niedriger als vorher, weil Luft durch Wasser ersetzt wurde. Fällt der Druck unter 1,0 bar, über die Füllarmatur Wasser nachfüllen – langsam, bei laufender Anlage und immer mit Blick auf das Manometer. Zu schnelles Auffüllen drückt Luft in die Leitungen, und das Entlüften beginnt von vorn.

Technik: dünn spachteln, breit schleifen Spachtel wird nicht in dicken Schichten aufgetragen, sondern in mehreren dünnen Lagen. Jede Lage kreuzweise zur vorherigen ziehen, damit keine Riefen in gleicher Richtung entstehen. Die Kelle flach halten und am Ende der Bahn mit leichtem Druck ausstreichen, damit der Rand nicht als Wulst stehen bleibt. Zwischen den Lagen trocknen lassen, nicht nass in nass arbeiten. Beim Schleifen entscheidet die Körnung: Für den Grobgang reicht Körnung 120 bis 150, für den Feinschliff 180 bis 240. Feiner zu schleifen bringt nichts, der Spachtel wird nur poliert und nimmt Farbe schlechter an. Mit einem Schleifbrett oder einer Giraffe arbeiten, nie mit der freien Hand, sonst entstehen Dellen. Unter seitlichem Licht schleifen, dann sieht man Fehler sofort.

Vor dem Streichen die gespachtelte Fläche erneut grundieren, bei stark saugenden Untergründen zweimal. Erst dann folgt der Anstrich. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt eine Wand, die auch bei Streiflicht ruhig bleibt. Wer Abkürzungen nimmt, sieht jeden Spachtelgang nach dem Trocknen der Farbe wieder – dann hilft nur erneut spachteln.

Bevor überhaupt ein Pad zum Einsatz kommt, muss die Fläche stimmen. Die Fliesen gründlich mit Spiritus oder einem fettlösenden Reiniger abwischen und trocknen lassen. Keine Seifenreste, keine Kalkflecken, kein Föhn – die Fläche muss staub- und fettfrei sein. Anschließend die Position des Spiegels mit Bleistift markieren. Prüfen, ob die Fliese hinter dem Spiegel durchgehend eben ist. Unebenheiten oder stark profilierte Fliesen sind für Klebepads ungeeignet, weil nur die höchsten Punkte Kontakt bekommen.

Typische Fehler: zu dünne Dämmung, fehlende Armierung, Dampfsperren auf der falschen Seite und das Überdecken von Luftschlitzen. Wer unsicher ist, ob die Nische tragend ist oder Feuchtigkeit führt, holt sich fachlichen Rat. In vielen Fällen lohnt sich die Dämmung der Nische nur in Kombination mit einer Außendämmung. Als Sofortmaßnahme senkt sie aber bereits die Verluste und verbessert das Wohnklima spürbar.

Ein häufiger Fehler ist zu frühes Schleifen. Spachtel muss vollständig durchgetrocknet sein, sonst schmiert er und die Kelle zieht Riefen. Ein weiterer Fehler: Nach dem Schleifen nicht entstauben. Der Staub bindet die Grundierung und führt zu Haftungsproblemen. Nach dem Feinschliff gründlich absaugen und mit einem feuchten Schwamm nachwischen. Beim Prüfen eine Handlampe flach an die Wand halten und aus zwei Metern Abstand schauen – aus der Nähe wirkt jede Fläche eben.

Nach dem Abbinden des Klebers wird die Dämmfläche armiert. Dafür ein Gewebe in eine dünne Mörtelschicht einbetten und glatt abziehen. Diese Armierung verhindert Risse im späteren Putz. Wer auf die Armierung verzichtet, bekommt nach einem Winter feine Risse, durch die Feuchtigkeit eindringt. Anschließend kann die Fläche verputzt und gestrichen werden. Wichtig: Der Putz muss diffusionsoffen bleiben, damit die Wand atmen kann.

Das Material richtet sich nach der Stufe. Für Q1 und Q2 genügt ein Füllspachtel auf Gips- oder Dispersionsbasis, der sich gut schleifen lässt. Für Q3 und Q4 wird ein dünnflüssiger Finish-Spachtel verwendet, der sich hauchdünn ziehen lässt und kaum Schwindung zeigt. Bei größeren Fehlstellen oder unterschiedlichen Untergründen – etwa Beton neben Gipskarton – kommt zuerst ein Armierungsgewebe in den Spachtel, sonst reißt die Fläche später an der Materialgrenze. Vor dem Spachteln grundieren: Saugende Untergründe ziehen dem Spachtel das Wasser entzogen und sorgen für Blasen und Haftungsprobleme. Die Grundierung verdünnt auftragen und vollständig trocknen lassen, bevor die erste Lage folgt.

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