Eine schwere Spiegelglasplatte an einer Wandfliese zu befestigen, ist kein Hexenwerk, aber es ist ein Unterschied, ob die Fliese nur wenige Millimeter dick ist oder auf einem stabilen Untergrund sitzt. Entscheidend ist nicht der Spiegel, sondern der Untergrund hinter der Fliese. Eine Fliese allein trägt fast nie das Gewicht. Sie platzt oder löst sich samt Kleber von der Wand, wenn die Last zu groß wird. Deshalb muss die Befestigung immer durch die Fliese hindurch in die tragende Wand führen.
Für den Zuschnitt ist das Material entscheidend. Spanplatten mit Dekor lassen sich gut zuschneiden, splittern aber an der Unterseite aus, wenn das Sägeblatt stumpf ist. Massivholz arbeitet und braucht mehr Luft in der Breite. MDF ist homogen und splittert kaum, quillt aber bei Feuchtigkeit auf. Kunststoffplatten für Feuchträume schneiden Sie mit feiner Zahnung, damit die Kanten sauber bleiben. Glas oder Sicherheitsglas gehören nicht in die Heimwerkstatt – solche Böden bestellen Sie millimetergenau nach Schablone.
Bevor die Armatur geöffnet wird, muss das Wasser abgestellt werden. Bei älteren Installationen sitzt das Eckventil unter dem Waschbecken, oft hinter einer Verkleidung. Dieses Ventil lässt sich mit einem Schraubendreher oder von Hand zudrehen. Danach den Hahn öffnen, damit der Restdruck entweicht und die Leitung leerläuft. Ein Putzeimer unter den Siphon legen, denn beim Lösen der Überwurfmutter tritt immer Restwasser aus. Wer diesen Schritt überspringt, steht schnell im Nassen.
Vor dem Streichen muss die Decke sauber und tragfähig sein. Lose Farbreste, Staub und Fett entfernt man mit einem Spachtel und einem feuchten Tuch. Saugfähige Untergründe wie ungestrichener Gipskarton oder alte Kalkfarbe benötigen eine Grundierung, sonst saugt die Decke die erste Farbschicht ungleichmäßig auf und es entstehen matte Flecken, die wie Streifen wirken. Auf glänzenden alten Lackschichten hält neue Farbe schlecht, hier ist Anschleifen mit mittlerer Körnung nötig.
Die Dübelwahl richtet sich nach dem Wandmaterial. In Beton und Vollziegel reichen normale Spreizdübel. In Hochlochziegel gehören Dübel mit Verdrehsicherung, sonst drehen sie sich beim Anziehen leer. In Porenbeton braucht ihr Injektionsmörtel oder spezielle Dübel für weiche Baustoffe. Die Dübel müssen mindestens so tief sitzen, wie der Hersteller es angibt, gemessen ab Fliesenoberfläche. Zu kurze Dübel halten nichts, auch wenn die Schraube fest wirkt.
Zwischen Fliese und Spiegel gehört immer eine dauerelastische Fuge. Silikon oder Acryl in passender Farbe verhindert, dass Spannungen vom Spiegel direkt auf die Fliese wirken. Klebt den Spiegel niemals mit starrem Montagekleber direkt auf die Fliese. Der Kleber hält zwar sofort, aber bei Temperaturschwankungen reißt die Fliese oder der Spiegel. Besser sind Spiegelhalter oder eine Klebebefestigung mit elastischem Kleber, die kleine Bewegungen zulässt. Bei sehr schweren Platten über zehn Kilogramm sind zwei Personen und eine zusätzliche Sicherung gegen Herabfallen Pflicht.
Wenn nach mehreren Versuchen keine Besserung eintritt, kann ein defektes Bauteil vorliegen. Prüfen Sie, ob der Flügel verzogen ist, indem Sie ein Lineal an die Kante halten. Ein verzogener Flügel lässt sich nicht durch Justieren retten – hier ist ein Fachmann gefragt. Ebenso sollten Sie nicht mit einem Hammer nachhelfen oder Schrauben überdrehen. Das führt zu gebrochenen Beschlägen und macht den Austausch unumgänglich. Wer die Justierung sauber und schrittweise durchführt, spart nicht nur Geld, sondern auch die Zeit für einen kompletten Türtausch.
Zwischen den Schichten die angegebene Trockenzeit einhalten, auch wenn die Oberfläche schon trocken wirkt. Zu frühes Nachstreichen löst die darunterliegende Schicht wieder an. Typische Fehler sind fehlender Zwischenschliff, Streichen auf feuchtem Holz und das Mischen verschiedener Produkte auf einer Fläche. Wer diese Punkte vermeidet und der Farbe genug Zeit lässt, hat mehrere Jahre Ruhe und muss nur kleine Schäden ausbessern.
Bohren ohne die Fliese zu zerstören Zum Bohren in Fliesen verwendet man einen Fliesenbohrer, nicht einen Steinbohrer. Der Bohrer darf nicht schlagen, sonst bricht die Glasur aus. Setzt die Bohrmaschine auf niedrige Drehzahl und bohrt ohne Druck. Kühlt den Bohrer mit einem Tropfen Wasser, sonst wird die Schneide heiß und stumpf. Bohrt zuerst nur durch die Fliese, dann mit einem kleineren Betonbohrer weiter in die Wand. Bohrt nie mit einem großen Hammerbohrer direkt durch die Fliese, das ist der häufigste Fehler und endet fast immer mit einem Sprung.
Zuerst wird geprüft, wie die Fliese befestigt ist. Klopft mit dem Knöchel vorsichtig gegen die Fliese. Klingt es hohl, sitzt sie nur auf wenigen Kleberpunkten und ist ungeeignet. Klingt es dumpf und fest, ist die Fliese vollflächig verklebt. Auch dann gilt: Der Dübel muss im Mauerwerk oder Beton dahinter halten, nicht in der Fliese. Bei Gipskartonwänden hinter den Fliesen braucht ihr spezielle Hohlraumdübel, die sich hinter der Platte spreizen. Normale Kunststoffdübel versagen dort.
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