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Holz streichen oder lackieren: was wirklich schützt

Ob ein Gartenzaun, eine Terrassendiele oder ein Möbelstück aus Eiche: Holz im Außenbereich verliert ohne Schutz schnell seine Farbe und beginnt zu vergrauen. Streichen ist die günstigste Variante, um das zu verhindern. Entscheidend ist aber nicht die Farbe allein, sondern die Vorarbeit und die Frage, ob überhaupt eine deckende Schicht gewünscht ist. Wer zum ersten Mal streicht, unterschätzt meist den Zeitaufwand für Trocknung und Zwischenschliff.

Aus diesen drei Höhen ergibt sich die nutzbare Fläche. Notieren Sie zusätzlich den Verlauf der Schräge: Steigt sie auf einer Breite von einem Meter um zwanzig Zentimeter, fällt der Schrank an der einen Seite deutlich niedriger aus als an der anderen. Eine einfache Skizze auf Millimeterpapier verhindert, dass Sie später Schubladen einplanen, die sich nicht öffnen lassen, weil die Griffe an der Dachschräge anschlagen. Auch Türanschläge gehören auf die Skizze – öffnet eine Tür nach innen, braucht sie einen Freiraum, der oft unterschätzt wird.

Beleuchtung und Stromanschluss werden oft vergessen. Eine Abstellkammer hat selten eine Steckdose, und ein Verlängerungskabel durch die Wohnung ist keine Dauerlösung. Wer einen Laptop oder eine Lampe betreiben will, sollte vor dem Einbau der Platte eine Steckdose setzen lassen oder zumindest eine Kabeldurchführung durch die Wand planen. Für die Beleuchtung reicht eine flache LED-Leiste unter einem Regalbrett. Sie blendet nicht und braucht wenig Platz. Achtung: Die Leuchte darf nicht direkt über der Klappplatte angebracht werden, wenn diese beim Hochklappen dagegen stößt.

Geeignet sind Hartschaumplatten aus extrudiertem Polystyrol, die sich mit dem Cuttermesser passgenau schneiden lassen. Für schmale Hohlräume eignen sich Dämmstreifen aus Mineralwolle mit hoher Dichte. Zusätzlich wird ein selbstklebendes Dichtband für die Fugen benötigt, außerdem ein feuchtigkeitsbeständiger Kleber oder Montageschaum mit geringer Ausdehnung. Wichtig: Kein normales Bauschaum verwenden, denn zu stark expandierender Schaum drückt den Kasten aus dem Rahmen. Die Platten immer etwas größer zuschneiden und mit leichtem Druck einsetzen, damit keine Spalten bleiben. Auf keinen Fall den Rolladenpanzer oder die Wickelwelle mit Dämmmaterial berühren.

Vor dem Streichen muss die Decke sauber und tragfähig sein. Lose Farbreste, Staub und Fett entfernt man mit einem Spachtel und einem feuchten Tuch. Saugfähige Untergründe wie ungestrichener Gipskarton oder alte Kalkfarbe benötigen eine Grundierung, sonst saugt die Decke die erste Farbschicht ungleichmäßig auf und es entstehen matte Flecken, die wie Streifen wirken. Auf glänzenden alten Lackschichten hält neue Farbe schlecht, hier ist Anschleifen mit mittlerer Körnung nötig.

Nach dem Reinigen muss der Untergrund wirklich trocken sein. Das dauert länger als man denkt: In Ecken und hinter Wannenrändern hält sich Restfeuchte oft tagelang. Wer zu früh neu versiegelt, schließt diese Feuchtigkeit ein – der Schimmel kommt innerhalb weniger Monate zurück. Ein Fön beschleunigt das Trocknen, aber Vorsicht bei Acryl- oder Kunststoffoberflächen, die sich verformen können. Saugfähige Untergründe wie unbehandelte Fliesenkanten sollten mit einem Haftgrund vorbehandelt werden, damit das Silikon nicht durch Feuchtigkeit aus dem Untergrund abgebunden wird. Bei Naturstein oder Marmor ist ein neutral vernetzendes Silikon Pflicht, da essigvernetzende Produkte die Oberfläche angreifen können.

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