Die Montage beginnt mit dem Aufmaß an Ort und Stelle. Übertragen Sie die Maße auf die Profile und sägen Sie diese auf Gehrung, wenn Sie Ecken erzeugen. Für gerade Stöße genügt ein einfacher Schnitt. Die Profile sollten Sie nicht direkt auf dem Fußboden enden lassen, sondern mit einer Alu- oder Edelstahlschwelle abschließen, um Reinigungsarbeiten zu erleichtern. Bei der Verbindung der Rahmenprofile verwenden Sie möglichst unsichtbare Eckwinkel oder setzen Sie eine Verschraubung ein, die später durch Abdeckkappen verdeckt wird. Ein häufiger Montagefehler ist, die Schrauben zu fest anzuziehen und dadurch die Profiloberfläche zu verformen. Arbeiten Sie deshalb mit einem Drehmomentschlüssel, wenn Sie über ein passendes Modell verfügen.
Für die Automatisierung mit Sensoren gibt es zwei sinnvolle Ansätze: einen Windwächter, der bei Böen die Markise einfährt, und einen Sonnensensor, der bei starker Strahlung ausfährt. Der Windwächter sollte nicht zu empfindlich eingestellt sein, sonst klappt die Markise bei jeder leichten Brise ein. Stellen Sie die Schwelle so ein, dass sie bei regelmäßigen Winden in Ihrer Region gerade noch nicht auslöst. Der Sonnensensor hingegen braucht eine klare Sicht auf den Himmel – montieren Sie ihn nicht unter einem Vordach. Typischer Fehler: Die Sensoren werden erst nach der Montage verdrahtet und liegen dann quer zum Motor. Planen Sie die Kabelwege vom Sicherungskasten bis zum Sensor, bevor Sie bohren.
Nach dem Auftragen beginnt das Warten – und hier scheitern viele. Die Spachtelmasse muss vollständig trocknen, bevor Sie schleifen. Wie lange das dauert, hängt von der Schichtdicke, der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Als Faustregel gilt: zwölf bis 24 Stunden, keinesfalls nur einige Stunden. Wenn Sie zu früh schleifen, verklebt das Schleifpapier und die Oberfläche wird uneben. Prüfen Sie die Trocknung mit der Hand, die Fläche muss sich kühl und trocken anfühlen. Erst dann schleifen Sie mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 bis 240) und einer Schleifklotz oder einem Exzenterschleifer.
Mit der richtigen Planung können Sie Sichtschutz und Wärmeschutz kombinieren, aber nicht jede Folie erfüllt beide Aufgaben gleich gut. Entscheiden Sie sich für eine Priorität: Entweder Sie wählen eine dunkle Folie, die im Sommer die Aufheizung reduziert, oder eine helle Spiegelfolie, die tagsüber den Einblick verhindert – beides gleichzeitig zu erreichen, ist nur mit teureren Spezialfolien möglich, die oft schwerer zu verarbeiten sind. Messen Sie daher immer genau, reinigen Sie gründlich und geben Sie der Folie nach der Montage Ruhe. Dann profitieren Sie über Jahre von einem angenehmen Raumklima und mehr Privatsphäre.
Der häufigste Fehler bei der Nachrüstung ist die falsche Wahl der Gelenkarme. Markisen mit hoher Ausfalllänge benötigen kräftigere Arme, sonst sackt das Tuch bei Wind durch. Prüfen Sie den maximalen Ausfall, den Ihr Fassadenprofil erlaubt – oft sind es nur 1,5 bis 2 Meter, ohne dass Sie eine separate Unterkonstruktion benötigen. Achten Sie auch auf die Neigung: Stellen Sie die Markise so ein, dass Regenwasser gut abläuft, aber die Sicht nach außen nicht unnötig einschränkt. Eine Neigung von 10 bis 15 Grad ist ein guter Richtwert, weichen Sie nur bei besonderen Sonnenständen davon ab.
Beim Feinspachteln für den letzten Schliff verwenden Sie eine fertige, pastöse Spachtelmasse, die sich leicht verarbeiten lässt. Sie eignet sich für kleine Ausbesserungen und für das Glätten von Naht- und Eckbereichen. Auch hier gilt: dünn auftragen und die Fläche großzügig abziehen. Feinspachtel trocknet oft schneller, aber auch hier die Trockenzeit respektieren. Nach dem Schleifen prüfen Sie die Fläche im seitlichen Licht, denn so sehen Sie selbst feine Riefen, die bei direktem Lichteinfall später stören würden.
Nach der Montage kontrollieren Sie alle Schraubverbindungen nach, denn Vibrationen durch den Motor lockern anfänglich leicht die Verschraubungen. Prüfen Sie außerdem die Funktion des manuellen Notbedienung, falls der Strom ausfällt. Eine gut nachgerüstete Markise mit Motor und Sensoren hält viele Jahre – wenn Sie die Statik ernst nehmen, die Maße genau prüfen und die Steuerung nicht überladen. Der Aufwand lohnt sich, weil Sie im Sommer mehr vom Garten oder Balkon haben, ohne permanent an der Kurbel zu drehen.
Die Wahl des Glases ist ebenso entscheidend wie die der Profile. Für Innenfenster und Trennwände eignen sich Einscheibensicherheitsgläser aus thermisch vorgespanntem Glas, weil sie bei Bruch in kleine Körner zerfallen. Alternativ kann eine Verbundfolie die Sicherheit erhöhen, falls eine Durchbruchhemmung gefordert ist. Achten Sie auf die Glasdicke: Je größer die Fläche, desto dicker muss das Glas sein, um Durchbiegung zu vermeiden. Lassen Sie sich bei einem Glasfachbetrieb eine Biegespannungsberechnung vorlegen, wenn die Scheibe eine Breite von über eineinhalb Metern erreicht. Zudem sollten Sie für Trennwände im Duschbereich unbedingt eine Profildichtung einplanen, die Wasser abweist und Schimmelbildung vorbeugt.
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