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5 Schritte, um Teppichboden und Kleberreste zu trennen

Für die Mietwohnung lohnt sich eine Überlegung vor der Montage: Jedes Loch in der Betondecke muss beim Auszug verschlossen werden. Wer die Schiene ohnehin nur übergangsweise braucht, kann auf Klemmträger oder Spannstangen ausweichen, die ohne Bohren an der Decke oder an den Wänden halten. Das ist nicht so stabil wie eine verschraubte Schiene, hinterlässt aber keine Spuren. Wer trotzdem bohrt, sollte die Löcher beim Auszug mit einem passenden Reparaturmörtel verschließen und farblich an die Decke angleichen.

Teppichboden lässt sich in den meisten Fällen in zwei Arbeitsschritten entfernen: erst der Belag, dann die Kleberreste. Wer beides in einem Durchgang erledigen will, arbeitet unsauber und riskiert Schäden am Estrich. Entscheidend ist, vorher zu prüfen, ob der Boden vollflächig verklebt, nur an den Rändern fixiert oder gespannt ist. Bei gespanntem Teppich genügt ein Schnitt in eine Ecke, dann lässt er sich oft in Bahnen abziehen. Verklebter Boden braucht mehr Geduld und das richtige Werkzeug.

Beim Entsorgen trennt man Teppich und Kleberreste. Teppichboden gehört in den Restmüll oder auf den Wertstoffhof, je nach kommunaler Regelung. Kleberreste, die mit Lösemittel entfernt wurden, sind Sondermüll und dürfen nicht in den Hausmüll. Der Estrich selbst wird nach dem Abnehmen mit einem Industriestaubsauger gereinigt. Wer anschließend neuen Boden verlegt, sollte die Fläche einige Tage trocknen lassen, damit Restfeuchtigkeit keinen neuen Kleber unterwandert. Ein Fehler ist, sofort weiterzuarbeiten – das führt später zu Blasen im neuen Belag.

Zuerst wird die Bohrachse festgelegt. Dazu die Schiene an die Decke halten, mit einer Wasserwaage ausrichten und die Endpunkte markieren. Anschließend den Abstand der vorgesehenen Befestigungslöcher auf die Decke übertragen – nicht umgekehrt. Ein Bleistiftstrich auf der Decke ist später unsichtbar, ein falsch gesetztes Loch nicht. Bei längeren Schienen genügt es nicht, nur die Enden zu markieren: Zwischen den Auflagern sollte der Abstand etwa 40 bis 50 Zentimeter betragen, sonst hängt die Schiene in der Mitte durch.

Hartnäckige Reste, etwa von Kontaktkleber oder Zweikomponentenkleber, brauchen einen Kleberentferner. Diese Mittel werden dünn aufgetragen, müssen je nach Produkt zwischen zehn und dreißig Minuten einwirken und dann mit einem Spachtel abgenommen werden. Dabei immer Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz tragen und den Raum lüften. Ein häufiger Fehler ist, zu viel Mittel auf einmal zu verwenden. Es läuft in Fugen und unter angrenzende Beläge und richtet dort Schaden an. Besser abschnittsweise arbeiten.

Am Ende die Schiene anschrauben, aber die Schrauben erst festziehen, wenn alle Dübel sitzen. Sonst verschiebt sich die Schiene und die übrigen Löcher passen nicht mehr. Mit der Wasserwaage nachkontrollieren, ob die Schiene waagerecht hängt. Ein leichter Höhenunterschied fällt bei geschlossenem Vorhang sofort auf. Wer diese Reihenfolge einhält, bohrt gerade, sicher und hinterlässt eine Decke, die auch der Vermieter akzeptiert.

Viele schieben die Säge zu schnell durchs Holz. Das erhöht den Vorschubdruck, die Zähne reißen die Fasern eher aus, und die Kante wird rau. Lassen Sie die Säge arbeiten und führen Sie eher ruhig. Ein weiterer häufiger Fehler ist der falsche Pendelhub: Bei feinen Schnitten in empfindlichem Material sollte der Pendelhub auf null stehen. Der Pendelhub beschleunigt zwar den Schnitt, drückt das Material aber stärker nach unten. Bei dünnen Platten, Furnier oder lackierten Flächen ist das kontraproduktiv.

Für das Abziehen des Belags reichen ein Cuttermesser, ein Teppichstripper oder ein Spachtel mit breiter Klinge. Ein Stripper ist bei großen Flächen die kräfteschonendste Lösung, weil er den Teppich in Streifen vom Untergrund hebelt. Wichtig: immer flach arbeiten, nicht hebeln wie mit einem Stemmeisen. Sonst platzen Randdübel oder der Estrich bricht an den Kanten aus. Den Teppich in Bahnen von etwa 30 bis 40 Zentimetern schneiden und diese einzeln abziehen. Das reduziert das Gewicht und erleichtert den Abtransport.

Eine Vorhangschiene an einer Betondecke zu befestigen ist kein Hexenwerk, scheitert aber regelmäßig an zwei Dingen: am falschen Bohrer und an der ungenauen Position der ersten Bohrung. Wer in einer Mietwohnung wohnt, muss zusätzlich damit rechnen, dass die Decke beim Auszug wieder nahezu spurenfrei aussehen soll. Das gelingt nur, wenn vor dem ersten Loch klar ist, wo die Schiene verlaufen soll, wie tief die Dübel sitzen müssen und mit welcher Maschine gebohrt wird.

Ein weiterer kaum bekannter Kniff ist die Verwendung von Glasscheiben als Raumteiler. Eine gehärtete Scheibe mit abgerundeten Kanten, in einer Boden- und Deckenschiene geführt, trennt Bereiche, ohne Licht zu nehmen. Entscheidend ist die Lagerung: Die Scheibe darf nicht direkt auf Stein oder Fliesen stehen, sondern braucht eine elastische Zwischenschicht, sonst springt sie bei Erschütterungen. Auch die Schiene muss sauber ausgerichtet sein, denn eine verkantete Scheibe läuft schwer und bricht langfristig an den Kanten.

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