Für Radfahrer bietet der Spreewald ein gut ausgebautes Netz an Wegen, das jedoch nicht überall asphaltiert ist. Wer mit einem normalen Stadtrad kommt, sollte auf Schotterabschnitten langsamer fahren oder besser ein geländetaugliches Modell mieten. Ein häufiger Fehler ist, die Länge der Etappen zu unterschätzen – 30 Kilometer im Flachland klingen kurz, aber mit vielen Brücken und Schleusen dauert es länger als gedacht. Planen Sie Pausen ein und nutzen Sie die zahlreichen Rastplätze, die oft an Cafés oder Höfen liegen, wo man regionale Produkte kaufen kann, ohne Verpackungsmüll zu produzieren.
Planen Sie Ihre Tour so, dass Sie nicht in die Dunkelheit geraten. Im Spreewald gibt es keine künstliche Beleuchtung an den Fließen, und nach Sonnenuntergang wird es schnell unübersichtlich. Die fünf Rundtouren sind so angelegt, dass sie auch bei gemäßigtem Tempo in der angegebenen Zeit zu schaffen sind. Falls Sie doch einmal länger brauchen – weil Sie anhalten, fotografieren oder einfach nur treiben lassen –, nehmen Sie eine Stirnlampe mit, auch wenn Sie tagsüber starten. Kontrollieren Sie vor der Abfahrt, ob Ihre Schwimmweste richtig sitzt und ob Sie das Boot mit der beiliegenden Paddel- oder Pedalsteuerung gut manövrieren können. Bei allen fünf Touren gilt: Der Weg ist das Ziel, und das Ziel ist die Ruhe.
Wer diese Geräusche regelmäßig beobachten möchte, sollte ein einfaches Lernprotokoll führen: Notieren Sie sich an mehreren Tagen hintereinander, welche Geräusche Sie hören und wie der Wasserstand aussieht. Nach zwei bis drei Wochen entwickeln Sie ein Gefühl dafür, wann ein Geräusch normal ist und wann es sich um eine Ausnahme handelt. Vermeiden Sie es, sich auf Ihr Gedächtnis zu verlassen, denn die Unterschiede sind subtil. Und ein letzter Tipp: Tragen Sie immer festes Schuhwerk und bleiben Sie auf den offiziellen Wegen, denn der Boden an Flussufern ist im Frühjahr oft aufgeweicht und trügerisch.
Innerhalb des Spreewalds selbst ist das Kanu das nachhaltigste Fortbewegungsmittel. Statt eines motorisierten Ausflugsboots sollten Besucher auf muskelbetriebene Kajaks oder traditionelle Stocherkähne setzen. Dabei gilt: Niemals auf eigene Faust durch enge Kanäle fahren, ohne die lokalen Regeln zu kennen. Viele Kanuvermieter bieten Einweisungen an, die auch erklären, wo man anlegen darf und wo Naturschutzgebiete gesperrt sind. Ein typischer Fehler ist, die Wassertiefe zu unterschätzen – nach trockenen Wochen können manche Wasserwege flach sein, und das Umdrehen wird zur Herausforderung. Wer eine Karte mitnimmt und die ausgeschilderten Routen einhält, vermeidet dieses Problem.
Eine Kahnfahrt durch den Spreewald ist ein Erlebnis, das Sie mit Ihrem Hund teilen können, wenn Sie einige Grundregeln beachten. Der Spreewald ist ein empfindliches Ökosystem, und für die Kahnführer ist der Hund ein zusätzlicher Passagier, der Ruhe und Gehorsam braucht. Bevor Sie loslegen, sollten Sie prüfen, ob Ihr Hund wasseraffin ist und sich auf engem Raum ruhig verhalten kann. Ein junger, ungestümer Vierbeiner kann die Fahrt für alle Beteiligten zur Zerreißprobe machen – planen Sie daher im Voraus, ob eine Kahnfahrt wirklich das Richtige für Ihren vierbeinigen Begleiter ist.
Die fünf stillen Runden – so finden Sie Ihre Route Die erste Runde startet in Lehde und führt über den Großes Fließ in Richtung Burg. Sie ist etwa zwei Stunden lang und ideal, um sich mit dem Boot vertraut zu machen. Die zweite Tour beginnt in Lübbenau und nutzt das kleine Fließsystem um die Inseln herum – hier müssen Sie an einigen Stellen unter niedrigen Brücken hindurchfahren. Die dritte Runde ist die anspruchsvollste: Sie verbindet den Nordumfluter mit dem Südumfluter und dauert rund vier Stunden. Die vierte Tour startet in Burg und führt durch den sogenannten „Kanuweg”, der besonders schmale Passagen hat. Die fünfte und letzte Runde verläuft um die Gemeinde Raddusch herum und ist die ruhigste – hier begegnen Sie kaum anderen Paddlern. Auf allen Touren gilt: Halten Sie sich rechts, überholen Sie nur mit Abstand und lassen Sie Motorboote vorbei, sobald Sie hören oder sehen, dass eines naht.
Für die letzte Meile zwischen Bahnhof und Unterkunft sollten Urlauber nicht auf Taxis setzen, sondern auf öffentliche Busse, die oft im Stundentakt fahren. Ein häufiger Irrtum ist, dass diese Busse nur für Einheimische gedacht sind – tatsächlich sind sie für Gäste geöffnet und nehmen auch Fahrräder mit, sofern der Platz reicht. Wichtig ist, die Abfahrtszeiten zu notieren, da die Takte am Wochenende oder in den Abendstunden ausgedünnt sein können. Wer sich nicht auf den Bus verlassen möchte, kann die Strecke auch zu Fuß zurücklegen – viele Unterkünfte liegen innerhalb von zwei Kilometern vom Bahnhof entfernt, und das Gepäck lässt sich in einem Rucksack transportieren.
Ein typischer Anfängerfehler ist, zu schnell zu paddeln. Im Spreewald kommt es nicht auf Tempo an, sondern auf die Fähigkeit, das Boot präzise zu steuern. Besonders in engen Kurven sollten Sie das Paddel nicht zu tief eintauchen, sonst schlagen Sie gegen den Grund oder verheddern sich in Wasserpflanzen. Stattdessen: kurze, gleichmäßige Züge, das Boot mit dem Paddelblatt auf Höhe der Hüfte führen. Wenn Sie rechts um eine Kurve wollen, paddeln Sie links stärker – das klingt banal, wird aber oft vergessen. Auch das Anlegen an Stegen will gelernt sein: Fahren Sie langsam, stoßen Sie das Boot nicht gegen den Steg, sondern legen Sie das Paddel quer über den Bug, um abzubremsen. Und: Nehmen Sie beim Aussteigen immer das Paddel mit – es schwimmt sonst davon.
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