2. Das richtige Silikon für Nassbereiche wählen Nicht jedes Silikon ist für die Dusche geeignet. Normales Fenstersilikon verdirbt schnell unter Dauerfeuchtigkeit. Verwenden Sie ein spezielles Sanitärsilikon mit pilzhemmender Ausstattung. Achten Sie beim Kauf auf die Kennzeichnung „pilzhemmend” oder „Schimmelschutz”. Noch besser ist ein Produkt auf Hybridbasis, das sich nach dem Aushärten nicht verfärbt. Tragen Sie das Silikon nicht zu dick auf – die Fuge sollte maximal die halbe Tiefe der Fugenbreite haben, sonst reißt sie bei Bewegungen ein. Glätten Sie die Masse zügig, denn die meisten Dichtstoffe beginnen nach wenigen Minuten zu häuten. Auf die komplette Trockenzeit müssen Sie verzichten, wenn Sie als Nächstes das Glas behandeln.
1. Die Fugen: Neu aufbauen statt überstreichen Bevor Sie irgendetwas abdichten, müssen die vorhandenen Fugen komplett entfernt werden. Ein Fugenkratzer oder ein scharfes Messer reicht meist aus – bei hartnäckigen Silikonresten hilft ein Fugenlöser als Gel. Arbeiten Sie die Fugen sauber bis auf den Untergrund heraus. Anschließend die Flächen entfetten und gründlich trocknen. Ein typischer Fehler ist, neue Silikonmasse auf alte, feuchte Reste zu setzen. Das hält nie dicht, weil die Verbindung nicht haftet. Tragen Sie die Fugenmasse mit einer Kartuschenpistole gleichmäßig auf – am besten mit einem Fugenglätter aus Kunststoff, den Sie mit etwas Spülmittel befeuchten. So entsteht eine glatte, luftblasenfreie Linie.
Nach dem Stemmen kommt der wichtigste Schritt: die Abdichtung. Verwenden Sie eine flüssige Dichtschlämme oder ein Dichtband, das Sie mit einem Pinsel auftragen. Die Nische selbst muss vollständig mit Dichtstoff ausgekleidet werden, besonders die Kanten und Ecken. Lassen Sie die Schicht vollständig trocknen, bevor Sie weitermachen. Ein häufiger Fehler ist, nur die Vorderseite abzudichten und die Rückwand der Nische zu vergessen. Gerade dort sammelt sich Kondenswasser, das in das Mauerwerk zieht. Tragen Sie die Dichtmasse mindestens zwei Mal auf und prüfen Sie nach dem Trocknen, ob keine Risse entstanden sind.
Die Duschkabine ist täglich Feuchtigkeit, Seifenresten und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Wer hier pfuscht, bekommt nach wenigen Monaten schwarze Fugen, undichte Ecken oder milchige Gläser. Dabei lässt sich mit einer soliden Grundarbeit und den richtigen Materialien vieles dauerhaft vermeiden. Entscheidend ist nicht das teuerste Produkt, sondern die sorgfältige Vorbereitung und die richtige Technik. Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie die wichtigsten Schwachstellen angehen – von der Fuge bis zur Glasbeschichtung.
Der häufigste Fehler ist ein Rahmen, der nur an den Ecken gestützt wird. Bei einem Bettkasten mit Deckel entstehen sonst schnell Durchhängungen, die den Lattenrost verformen. Achte auf mehrere Mittelstreben oder einen durchgehenden Boden aus Leisten. Schraubverbindungen aus Metall sind stabiler als Holzpassungen, die bei Temperaturwechseln knarzen. Wenn du in einer Mietwohnung wohnst, vermeide Modelle mit eingelassenen Rollen – sie beschädigen den Boden. Besser: Gummifüße oder eine durchgehende Bodenplatte. Prüfe außerdem, ob der Rahmen fest mit dem Kopfteil verbunden ist, denn hier entstehen oft die ersten Risse in der Konstruktion.
Was tun, wenn die Türen bereits nach kurzer Zeit wieder quietschen? Oft hilft eine dünne Schicht Silikonspray auf den Laufschienen – aber nur auf den Rollenbahnen, nicht auf den Bodenführungen, wo es Staub anziehen könnte. Verwenden Sie niemals Öl oder Fett, da diese Rückstände die Rollen verkleben und die Bewegung schwergängig machen. Bei hartnäckigen Geräuschen sollten Sie die Rollen ausbauen und auf Verschleiß prüfen: Ist die Lauffläche abgeflacht oder rissig, ersetzen Sie sie durch hochwertigere Rollen mit größerem Durchmesser – sie überwinden Unebenheiten in der Schiene leiser.
Die Glasbeschichtung richtig auftragen – so bleibt die Kabine klar 3. Die Glasoberfläche vorbereiten: entfetten und trocknen Bevor Sie eine Nanoversiegelung auf das Glas auftragen, muss es absolut fett- und rückstandsfrei sein. Reinigen Sie die Scheibe zunächst mit einem Glasreiniger, dann mit einem Entfetter (z. B. Isopropanol) und einem fusselfreien Tuch. Lassen Sie das Glas vollständig trocknen. Arbeiten Sie nicht bei direkter Sonneneinstrahlung oder in einem schlecht belüfteten Raum – die Beschichtung verläuft sonst ungleichmäßig. Tragen Sie das Mittel dann dünn und gleichmäßig auf – am besten mit einem weichen Tuch in kreisenden Bewegungen. Lassen Sie es kurz einwirken, wie es die Packungsanweisung vorgibt.
Wer eine Dusche ohne Ablagefläche plant, kennt das Problem: Shampooflaschen stehen auf dem Boden, Duschgel klemmt in der Ecke oder liegt auf dem Wannenrand. Eine nachgerüstete Wandnische schafft Abhilfe, birgt aber Risiken. Wenn die Abdichtung nicht stimmt, dringt Wasser in die Wand und verursacht langfristig Schimmel oder strukturelle Schäden. Mit der richtigen Vorbereitung und ein paar Handgriffen können Sie eine Nische sicher einbauen – auch ohne Profi-Handwerker.
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