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Garten gestalten – mein persönlicher Weg zur grünen Wohlfühloase

Kennt ihr das Problem, dass ihr nach dem Streichen denkt, die Farbe passt nicht zur Möblierung? Ich habe es selbst erlebt, als ich einen frischen Olivton an die Wand brachte und mein braunes Ledersofa plötzlich alt und fleckig aussah. Die Lösung liegt in der Unterordnung der Farben. Sucht euch einen dominanten Ton aus, der etwa 60 Prozent der Wandfläche ausmacht, und zwei bis drei Akzente für Kissen, Teppiche oder Dekoration. Wohnzimmer-Farben sollten niemals mit euren Möbeln konkurrieren, sondern sie ergänzen. Wenn ihr eine große, gemütliche Couchgarnitur habt, die in einem kräftigen Blau oder Grün gehalten ist, dann wählt lieber eine neutrale Wandfarbe wie ein warmes Grau oder Beige. Ein kleiner Farbtupfer an der Wand hinter dem Regal kann dann dennoch für Spannung sorgen. Probiert aus, die Farbe nicht nur an der Wand, sondern auch in den Stoffen eurer Kissen oder Vorhänge aufzugreifen. So entsteht ein stimmiges Ganzes.

Der größte Fehler war der Rasen. Ich säte eine billige Mischung aus dem Baumarkt, und nach zwei Wochen sah es aus wie eine struppige Katze. Die trockenen Stellen waren größer als die grünen. Also riss ich alles raus und legte einen Blumenrasen mit Kräutern an. Thymian, Kamille und Klee vertragen Trockenheit besser. Dazu pflasterte ich nur einen schmalen Weg von der Terrassentür zur Gartentür – mit alten Klinkern vom Flohmarkt, unregelmäßig, ohne Fugen. Das sieht nicht nur schön aus, sondern das Wasser versickert auch. Garten gestalten heißt für mich, mit der Natur zu arbeiten, nicht gegen sie. Und ich merkte, dass kleine Flächen mehr Liebe brauchen.

In vielen Wohnungen ist der Platz knapp und das Wohnzimmer muss gleich mehrere Funktionen erfüllen. Tagsüber ist es der Ort zum Entspannen, abends wird die Couch zum Bett für Übernachtungsgäste. Hier spielen Wohnzimmer-Farben eine wichtige Rolle für die Raumwahrnehmung. Helle, freundliche Töne wie ein zartes Flieder oder ein helles Salbeigrün lassen den Raum luftig wirken, selbst wenn tagsüber die Decke eines ausklappbaren Bettes den Raum teilt. Ich habe einmal in einer kleinen Wohnung gearbeitet, wo die Couchgarnitur direkt an der Wand stand und nachts zu einem Bett mit einem 16 cm dicken Polster umgebaut wurde. Die Wand dahinter bekam einen sanften, warmen Pfirsichton. Das nahm dem Raum die Schwere und ließ ihn trotz der verwandelten Möbel einladend wirken. Wichtig ist, dass die Farbe nicht zu dominant ist, sonst wirkt der Raum bei ausgeklapptem Bett schnell unordentlich.

Ich erinnere mich noch gut an mein erstes kleines Wohnzimmer, gerade mal 18 Quadratmeter mit einem riesigen Fenster nach Norden. Die Wände waren in einem kalten, sterilen Weiß gestrichen, das den Raum an trüben Tagen noch düsterer wirken ließ. Nach vielen Fehlversuchen mit Mustertöpfchen habe ich gelernt, dass Wohnzimmer-Farben weit mehr sind als nur ein Farbklecks an der Wand. Sie bestimmen, wie wir uns fühlen, wenn wir nach einem langen Tag die Tür hinter uns schließen. Für meinen kleinen Raum entschied ich mich schließlich für einen sanften, warmen Grauton mit einem Hauch von Beige. Plötzlich wirkte der Raum nicht nur größer, sondern auch einladend. Die Couch, eine gemütliche Couchgarnitur mit einem 16 cm dicken Polster, kam darin viel besser zur Geltung als vorher. Fangt immer mit einem Test an, malt große Quadrate an verschiedene Wände und beobachtet, wie das Tageslicht die Farbe verändert. Nur so findet ihr den Ton, der euren Raum wirklich öffnet.

Das Badezimmer war winzig – nur 3 Quadratmeter. Ich habe mich gefragt, wie ich dort all meine Pflegeprodukte unterbringen soll, ohne dass es chaotisch aussieht. Die Lösung war ein Hochschrank über der Toilette, der bis zur Decke reicht. Da passen Handtücher, Medikamente und sogar ein paar Dekorationen rein. Die Raumorganisation im Bad erfordert oft kreative Lösungen: Ich habe auch einen Duschvorhang mit Taschen gewählt, in denen Shampoo und Duschgel stecken. So muss ich keine Flaschen auf den Boden stellen. Und ein kleiner Hocker unter dem Waschbecken dient als Ablage für Körbe mit Putzzeug. Es ist nicht perfekt, aber es funktioniert für meinen Alltag.

Die Couch war mein zweites großes Problem. Tagsüber brauchte ich eine Sitzgelegenheit für drei Personen, nachts ein Bett für Übernachtungsgäste. Die Lösung war eine kanapa z funkcja spania mit einem echten stelaz listwowy. Das klingt technischer, als es ist: Statt einer durchhängenden Metallkonstruktion hat diese Couch einzelne Leisten, die sich dem Körper anpassen. Der Bezug in einem warmen Sandton besteht aus einer groben Baumwollmischung mit leichter Struktur. Wenn ich die Couch ausziehe, habe ich eine ebene Liegefläche von 140 mal 200 Zentimetern.

Irgendwann stand ich vor der Frage, ob ich eine wersalka ins Arbeitszimmer stellen soll. Ich brauche einen Platz zum Schlafen, wenn die Kinder mit ihren Freunden da sind, aber tagsüber muss der Raum funktionieren. Die wersalka, die ich fand, hat einen schmalen Korpus mit einer ausziehbaren Liegefläche. Sie ist mit tapicerka welurowa bezogen, einem dunklen Grün, das aussieht wie Moos. Der Stoff fühlt sich samtig an und nimmt kaum Flecken an. Der Clou ist der mechanizm DL, mit dem man die Liegefläche in einer fließenden Bewegung ausklappt. Kein Geruckel, kein Verkanten. In weniger als zehn Sekunden habe ich ein Bett für zwei Personen. Tagsüber dient die wersalka als gemütliche Leseecke mit vielen Kissen.

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