Zunächst brauchst du einen geeigneten Platz. Das Zentrum des Boards – der Mittelpunkt des Bullseye – gehört auf eine Höhe von 1,73 Metern. Die Wurfabwurflinie liegt 2,37 Meter entfernt, gemessen von der Wand bis zur Vorderkante der Abwurflinie. Miss diese beiden Werte vor dem Bohren aus, nicht danach. Ein häufiger Fehler ist, das Board nach Augenmaß zu montieren. Der zweite typische Fehler: die Wand nicht zu prüfen. Trockenbau, Gipskarton oder dünner Putz vertragen keine normalen Dübel. Hier hält nur ein Board, das mit einer Trägerplatte oder einem Wandabstandshalter befestigt wird.
Die erste Maßnahme ist die Wahl des richtigen Montageorts. Eine ebene, feste Wand ohne Tapetenversatz oder Putzunebenheiten ist ideal. Prüfe mit einer Wasserwaage, ob die Fläche wirklich lotrecht ist. Schon eine Abweichung von wenigen Millimetern kann dazu führen, dass die Scheibe schief hängt und die Darts abprallen. Markiere die Bohrlöcher exakt nach der mitgelieferten Schablone. Wenn keine dabei ist, miss den Lochabstand der Halterung selbst ab und übertrage ihn mit einem Bleistift. Bohre anschließend mit einem Bohrer, der zum Dübeltyp passt, nicht zu groß, sonst halten die Schrauben nicht.
Die Montage selbst beginnt mit der Halterung an der Wand. Zeichne die Bohrlöcher mit einem Bleistift an, prüfe mit der Wasserwaage, ob die Halterung waagerecht sitzt, und bohre erst dann. Zu tiefe Bohrlöcher schwächen den Halt, zu flache verhindern, dass der Dübel greift. Nach dem Einsetzen der Dübel schraubst du die Halterung fest. Setze das Board auf und prüfe mit einer Wasserwaage, ob es senkrecht hängt. Ein schiefes Board verzerrt das Wurfbild und führt zu Frust.
Ein weiterer Fehler betrifft die Umgebung. Hinter und neben dem Board sollte eine Schutzfläche aus Filz oder Kork angebracht werden. Ohne diese Fläche hinterlassen fehlgegangene Darts tiefe Löcher im Putz. Die Schutzfläche muss mindestens 30 Zentimeter über den Boardrand hinausragen, besser 40. Auch der Boden leidet: Ein Dartteppich oder eine Gummimatte unter der Wurfzone verhindert, dass die Spitzen abbrechen. Diese Matten sind kein Luxus, sondern sparen Geld und Ärger.
Die dritte Maßnahme ist die regelmäßige Kontrolle. Nach den ersten zehn bis zwanzig Würfen setzt sich die Halterung oft noch etwas. Prüfe dann alle Schrauben und ziehe sie gegebenenfalls nach. Wenn die Scheibe auf einem Ständer montiert ist, achte auf rutschfeste Füße. Filzgleiter unter den Ständerfüßen können das Wegrutschen auf Parkett oder Fliesen verhindern. Bei glatten Böden helfen auch Gummimatten unter dem Ständer. Eine einfache Lösung ist ein Teppichrest oder eine Antirutschmatte, die du unter den Ständer legst. So bleibt alles an Ort und Stelle, ohne dass du die Scheibe ständig neu ausrichten musst.
Zum Schluss eine einfache Kontrolle, die viel Ärger spart: Markiere mit einem dünnen Bleistiftstrich oder einem Stück Klebeband die Position der Scheibe an der Wand. Verschiebt sie sich, siehst du es sofort, ohne nachmessen zu müssen. Diese Markierung kostet nichts und verhindert, dass du wochenlang mit einer verschobenen Scheibe spielst und dich über plötzlich schlechte Würfe wunderst. Wer diese fünf Punkte beachtet, hat eine E-Dartscheibe, die dort bleibt, wo sie soll – auch nach vielen hundert Aufprallen.
Warum die Abwurflinie wichtiger ist als die Hö
Zum Schluss kontrolliere die Standfestigkeit, indem du vorsichtig gegen das Board drückst. Es darf sich nicht bewegen. Drehe die Schrauben nach, falls nötig. Wenn alle Punkte stimmen, steht dem Spiel nichts im Weg. Die fünf Fehler – falsche Höhe, ungeprüfte Wand, fehlende Schutzfläche, schiefe Montage und lockere Schrauben – kosten dich nur einmal Zeit. Danach hält das Board dort, wo es soll.
Die richtige Unterkonstruktion entscheidet Ein Dartboard wird nie direkt in die Wand geschraubt, sondern immer auf eine Halterung. Diese Halterung überträgt die Wucht der Wurfgeschosse auf die Wand. Bei Massivwänden aus Beton oder Ziegel reichen zwei Schrauben mit passenden Dübeln. Bei Hohlraumwänden müssen es Hohlraumdübel oder eine durchgehende Holzplatte sein. Eine 60 mal 60 Zentimeter große Sperrholzplatte, an vier Punkten in den Balken verschraubt, verteilt die Kräfte zuverlässig. Wer das ignoriert, riskiert, dass das Board nach wenigen Wochen samt Dübel aus der Wand bricht.
Typische Fehler: Zu kurze Schrauben, die nur im Putz halten. Eine Halterung, die nur an einer Seite verschraubt ist und dadurch kippt. Ein Rastmechanismus aus Kunststoff, der bei Kälte spröde wird. Und der Klassiker: Die Aufnahme wird so montiert, dass das Board nach dem Einschieben an der Wand anliegt – dann fehlt der Platz, um es zum Abnehmen anzuheben. Hier muss zwischen Wand und Boardrückseite ein Abstand von mindestens zwei Zentimetern bleiben.
Ein Dartboard an der Wand zu befestigen sieht nach einer schnellen Aufgabe aus. Tatsächlich entscheidet die Montage darüber, ob du jahrelang Freude am Spiel hast oder ob der Putz nach dem ersten Fehlwurf bröckelt. Die wichtigste Regel lautet: Das Board muss fest sitzen, aber die Wand darf keinen Schaden nehmen. Beides gleichzeitig gelingt nur, wenn du vor dem ersten Bohren planst.
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