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Messbare Raumluft: So vermeiden Sie Schimmel und schützen Ihre Gesundheit

In Mietwohnungen stellt sich oft die Frage nach der Rückbaufähigkeit. Wenn der Mietvertrag weiße Wände vorschreibt, sollten Sie bei farbigen Tönen bedenken, dass ein späterer Rückbau nur mit mehreren Anstrichen möglich ist. Kaufen Sie deshalb immer etwas mehr Farbe – etwa zehn Prozent Aufschlag – und bewahren Sie das Restgebinde mit genauer Farbbezeichnung auf. Das hilft nicht nur für Ausbesserungen, sondern erleichtert auch das spätere Neutralstreichen. Im eigenen Eigentum hingegen können Sie mutiger experimentieren, aber auch hier gilt: Eine dunkle Wand benötigt oft drei bis vier Anstriche, bis sie gleichmäßig deckt.

Das Abziehen des Abdeckbands ist der letzte Moment, der über das Ergebnis entscheidet. Ziehe es in einem flachen Winkel von sich weg ab, nicht senkrecht zur Kante. Sollte doch einmal Farbe über die Kante gelaufen sein, korrigierst du das sofort mit einem feuchten Wattestäbchen oder einem schmalen Spachtel – je nach Farbsystem. Nach dem Trocknen kannst du kleine Unebenheiten mit feinem Schleifpapier beseitigen und die Stelle mit einer dünnen Schicht überlackieren. Wer diese Schritte befolgt, bekommt eine Zarge, die nicht nur sauber aussieht, sondern auch alltägliche Beanspruchung problemlos aushält – ohne Ärger mit dem Vermieter oder späterem Nachbessern.

Die Laufwege im Schlafzimmer sind besonders nachts entscheidend. Typische Fehler sind zu schmale Gänge von unter sechzig Zentimetern oder Möbel, die direkt vor der Tür stehen. Planen Sie mindestens achtzig Zentimeter freie Bewegung auf beiden Bettseiten, damit Sie aufstehen und sich umdrehen können, ohne anzustoßen. Drehen Sie das Bett so, dass Sie von der Tür aus das gesamte Bett überblicken – das gibt ein Sicherheitsgefühl. Achten Sie darauf, dass der Weg zur Tür nicht durch einen Sessel oder Wäschekorb versperrt wird. Wenn der Raum schmal ist, stellen Sie das Bett mit einer Längsseite zur Wand: Das spart Platz, aber nur auf einer Seite – die andere Seite braucht den vollen Bewegungsraum.

Ein häufiger Fehler ist, zu viel Farbe auf einmal aufzutragen. Besser sind zwei bis drei dünne Schichten, die du jeweils mit feinem Schleifpapier (Korn 240) zwischen den Anstrichen leicht anschleifst und entstaubst. Das ergibt eine glatte Oberfläche ohne Pinselspuren. Vor allem an den Kanten, wo die Zarge später mit dem Türblatt in Kontakt kommt, solltest du sparsam arbeiten. Ein Überschuss an Farbe trocknet zu einer dicken Kante und kann das Schließen der Tür behindern. Wenn du die Zarge im eingebauten Zustand streichst, schütze das Türblatt mit einem breiten Malerkrepp oder ziehe es aus den Bändern – je nachdem, wie viel Platz du zum Arbeiten brauchst. Bei Scharnieren hilft es, sie vorher mit etwas Vaseline einzureiben, damit sich später keine Farbe festsetzt.

Bevor der erste Anstrich erfolgt, muss der Raum vollständig ausgeräumt werden. Möbel, die nicht bewegt werden können, gehören in die Raummitte und werden dick mit Folie abgedeckt – auch der Boden. Kleben Sie Fußleisten, Fensterrahmen und Türzargen mit Malerkrepp ab, aber drücken Sie das Band nicht zu fest an, sonst läuft Farbe darunter. Füllen Sie Löcher und Risse mit Spachtelmasse, schleifen Sie nach dem Trocknen die Stellen glatt und entfernen Sie den Schleifstaub gründlich. Ein feuchtes Tuch genügt, um die Oberfläche für die Grundierung vorzubereiten.

Nach dem letzten Anstrich sollten Sie das Kreppband abziehen, solange die Farbe noch leicht feucht ist. Trocknet sie vollständig, reißt das Band beim Abziehen die Farbkante ab. Kontrollieren Sie anschließend die Flächen bei Tageslicht und bessern Sie kleine Fehlstellen mit einem feinen Pinsel aus. Falls Sie sich für ein intensives Farbkonzept entschieden haben, prüfen Sie vorher die Reinigungsfähigkeit der Wandfarbe – gerade in Haushalten mit Kindern sind abwaschbare Oberflächen sinnvoll. Mit dieser Vorbereitung und Ausführung bleibt das Wohnzimmer lange makellos, egal ob zur Miete oder im eigenen Haus.

Die Farbwahl beginnt mit der Lichtsituation. Ein Nordzimmer verträgt warme, helle Töne wie Creme oder zartes Terrakotta, während ein südlich ausgerichteter Raum auch kühle Grau- und Blautöne verkraftet. Wichtig ist, die Farbe nicht nur auf dem Farbfächer, sondern als Muster auf der Wand zu prüfen – am besten an zwei gegenüberliegenden Flächen und zu verschiedenen Tageszeiten. Bedenken Sie: Matte Farben kaschieren kleine Unebenheiten, glänzende Oberflächen betonen sie. Für Mietwohnungen empfiehlt sich zudem eine abwaschbare, aber nicht zu glänzende Qualität, da sie sich später leichter überstreichen lässt.

Bei Mietwohnungen gilt: Schäden durch normale Abnutzung – wie Kratzer von Stuhlbeinen – zählen zur normalen Abnutzung. Größere Reparaturen, etwa ein gebrochenes Brett, sind Sache des Vermieters. Melden Sie solche Schäden schriftlich, bevor Sie selbst tätig werden. Im Eigentum sind Sie für die Instandhaltung selbst verantwortlich – aber auch hier lohnt es sich, Schäden früh zu beheben, um größere Kosten zu vermeiden. Wenn Sie in einer Mietwohnung bohren oder schleifen möchten, holen Sie vorher die Erlaubnis des Vermieters ein. Sonst riskieren Sie, bei Auszug für die Wiederherstellung haften zu müssen.

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