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Multifunktionale Möbel: So gewinnen Sie Platz im kleinen Zimmer

Ein kleines Badezimmer ist keine Einschränkung, sondern eine Einladung zum Umdenken. Wer auf wenigen Quadratmetern duschen, sich pflegen und Dinge verstauen möchte, muss jede Ecke nutzen – aber ohne dass der Raum zugestellt oder gar beengt wirkt. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus optischer Vergrößerung und funktionaler Aufteilung. Verzichten Sie von vornherein auf schwere Möbel und dunkle Farben, denn diese schlucken Licht und lassen den Raum noch kompakter erscheinen.

Bei der Sanitärobjekte-Wahl ist eine bodengleiche Dusche fast immer die beste Lösung. Sie raubt keinen Platz durch Einstiegskanten und verlängert optisch den Boden. Wenn eine Duschkabine nötig ist, wählen Sie ein Modell mit Schiebetüren aus Glas statt einer Pendeltür – diese spart den Schwungradius vor der Dusche. Klappbare WC-Bürsten, eine kleine Hochschrank-Kombination über dem WC oder ein Waschtisch mit Unterbau: Nutzen Sie die senkrechten Flächen. Ein schmaler, aber hoher Unterschrank mit drei bis vier Ebenen nimmt kaum Grundfläche ein, bietet aber Stauraum für Handtücher und Pflegeprodukte, die sonst auf Ablagen verstreut wären.

Mit vertikalen Lösungen den Platz verdoppeln Wenn die Grundfläche knapp ist, hilft nur die Höhe. Nutzen Sie über der Maschine ein Regalsystem mit Körben oder Boxen: Waschmittel, Weichspüler und Fleckenspray gehören griffbereit, aber außer Sichtweite von Kindern. Ein Klappbügelbrett an der Wand oder an der Innenseite eines Schranks spart enorm viel Platz. Alternativ eignet sich ein schmales Auszugsregal, das sich bei Bedarf herausziehen lässt. Vermeiden Sie offene Fächer, in denen sich Staub ansammelt – geschlossene Behälter oder Türen halten die Utensilien sauber und wirken aufgeräumt.

Wer keine separate Waschküche hat, kennt das Problem: Die Waschmaschine steht im Bad oder in der Küche, und für Korb, Waschmittel und Bügelzeug fehlt der Platz. Mit einer durchdachten Planung lässt sich auch auf wenigen Quadratmetern eine funktionale Ecke schaffen. Wichtig ist, zuerst den vorhandenen Raum genau zu analysieren: Wo ist die Maschine aufgestellt, und welche Flächen sind wirklich nutzbar? Messen Sie nicht nur die Grundfläche, sondern auch die Höhe bis zur Decke. Oft liegt hier ungenutztes Potenzial für Regale oder Hängeschränke.

Ein häufiger Fehler ist, die Arbeitsfläche direkt auf die Maschine zu legen. Zwar entsteht so eine Ablage, doch das Be- und Entladen wird zur Rumpelarbeit. Besser ist es, die Arbeitsfläche um ein bis zwei Zentimeter höher zu planen als die Oberkante der Maschine. So können Sie die Wäsche bequem herausnehmen, ohne sich zu bücken oder die Maschine zu verkanten. Achten Sie darauf, dass die Platte vorne leicht übersteht – das schützt die Maschinentür und bietet Platz für eine schmale Kleiderstange zum Trocknen von Feinwäsche.

Denken Sie auch an Lichtquellen auf mehreren Ebenen. Eine einzelne Deckenlampe wirft Schatten in die Ecken und lässt den Raum kleiner erscheinen. Verteilen Sie die Beleuchtung: Eine Spiegelleuchte mit seitlichem Licht, indirekte LED-Streifen unter dem schwebenden Waschtisch und eine kleine Spotlampe über dem WC sorgen für gleichmäßige Helligkeit. Achten Sie bei der Waschtisch-Wahl darauf, dass das Siphon verdeckt wird, aber der Bereich darunter frei bleibt – so können Sie dort einen niedrigen Hocker oder ein kleines, rollbares Aufbewahrungsregal schieben.

Vertikale Flächen und verborgene Ecken gezielt erschließen Der größte Fehler in kleinen Wohnungen ist, nur auf Brusthöhe zu denken. Nutzen Sie die gesamte Wandhöhe: Regale, die bis unter die Decke reichen, bieten Platz für Bücher, Vorräte oder Dekoration. Achten Sie dabei auf stabile Wandbefestigung – gerade in Altbauten mit Gipskartonwänden sind spezielle Dübel nötig. Für Küche und Bad eignen sich Magnetleisten für Messer und Gewürzdosen, die sonst wertvolle Arbeitsfläche blockieren. Auch die Innenseite von Schranktüren lässt sich mit schmalen Haken oder Taschen für Putzmittel oder Accessoires bestücken.

Wer auf weniger als 40 Quadratmetern lebt oder ein kompaktes Zimmer einrichten möchte, kennt das Problem: Jedes Möbelstück blockiert wertvolle Fläche, und trotzdem fehlt Stauraum. Der Schlüssel liegt nicht im Verzicht, sondern in der cleveren Auswahl multifunktionaler Möbel. Diese kombinieren zwei oder mehr Funktionen in einem einzigen Objekt – etwa eine Schlafgelegenheit, die tagsüber als Sofa dient, oder einen Esstisch, der sich an der Wand zusammenklappen lässt. Doch nicht jedes Kombi-Möbel ist automatisch sinnvoll; es kommt auf die richtige Planung an.

Schließlich: Weniger ist oft mehr. Wenn Sie jede freie Fläche mit Regalen und Körben füllen, fühlt sich das Bad schnell überladen an. Wählen Sie maximal drei offene Aufbewahrungselemente (z. B. ein Regal, eine Nische, einen Haken) und verstecken Sie den Rest hinter geschlossenen Schranktüren oder in einem schlanken Auszugssystem. Kontrollieren Sie regelmäßig, welche Produkte Sie wirklich brauchen – leere Flaschen und Doppelkäufe kosten unnötig Platz. Ein aufgeräumtes Bad mit wenigen, aber durchdachten Elementen wirkt großzügiger als ein vollgestopftes mit angeblich platzsparenden Tricks.So werden Häuser der 50er bis 70er energieeffizient – Unser nachhaltiges Zuhause – Folge 2 | KfW

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