Zuerst die Auflage aus dem Bett nehmen und den Bezug abziehen, falls vorhanden. Den Kern vorsichtig ausdrücken oder mit einem saugfähigen Tuch abtupfen. Nicht reiben, denn dadurch verteilt sich die Feuchtigkeit tiefer im Material. Bei stark durchnässten Stellen hilft es, ein trockenes Handtuch aufzulegen und mit leichtem Druck das Wasser herauszuziehen. Das Handtuch danach sofort wechseln, sonst gibt es die Feuchtigkeit wieder ab.
Einmal pro Woche reicht in der Regel aus, um die Füllung in Form zu halten. Wer stark schwitzt oder in einer feuchten Wohnung schläft, sollte die Bettware häufiger aufschütteln, etwa alle zwei bis drei Tage. Wichtig ist außerdem, die Füllung nicht nur zu schütteln, sondern auch zu lüften. Feuchtigkeit setzt sich in den Fasern fest und verstärkt die Verdichtung. Regelmäßiges Aufschütteln in Kombination mit frischer Luft beugt dem vor.
Vor dem Verlegen muss der Untergrund trocken, sauber und tragfähig sein. Lose Partikel, Fettreste oder scharfe Kanten durchstoßen die Auflage und öffnen später undichte Stellen. Unebenheiten werden mit einem geeigneten Spachtel ausgeglichen, damit die Auflage satt aufliegt und nicht über Hohlräumen spannt. Bei mineralischen Untergründen ist eine Grundierung sinnvoll, die Staub bindet und die Haftung verbessert. Ohne diese Vorarbeit hält keine noch so gute Auflage dicht.
Für die Lagerung gilt: trocken, luftig, nicht in Plastik. Ein Baumwollsack oder ein Kissenbezug lässt die Füllung atmen. Bei schwankender Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer – etwa durch Lüften im Winter – sollte die Füllung regelmäßig aufgeschüttelt und an einem trockenen Ort zwischengelagert werden. Wer diese einfachen Regeln beachtet, vermeidet Risse, Klumpen und vorzeitigen Verschleiß. Die Füllung bleibt formstabil, und die Nähte halten länger, als man es bei Naturmaterialien oft erwartet.
Nach einigen Wochen zeigt sich der Unterschied: Die Matratze fühlt sich trockener an, das Schlafzimmer riecht neutraler, und die Bettwäsche muss seltener gewechselt werden, weil sich weniger Feuchtigkeit und Geruch einlagern. Die Regel ist einfach: erst lüften, dann machen. Wer diese Reihenfolge beibehält, schläft nicht nur angenehmer, sondern beugt auch Feuchtigkeitsschäden und unnötiger Milbenvermehrung vor, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen.
Frische Luft von draußen ist trockener als die Raumluft, besonders im Winter. Diese trockene Luft nimmt Feuchtigkeit auf und transportiert sie ab. Ein weit geöffnetes Fenster für zehn bis fünfzehn Minuten bringt mehr als eine gekippte Scheibe über Stunden. Dabei entsteht keine Auskühlung der Wände, wenn der Stoß kurz bleibt. Im Sommer reicht oft schon die Morgendämmerung mit kühlerer Luft. Wer die Bettwäsche auf den Balkon hängt, sollte auf direkte, starke Sonne achten: UV-Licht tötet Milben ab, bleicht aber farbige Bezüge mit der Zeit aus.
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