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Spreewald mit Rollstuhl oder Kinderwagen: was wirklich geht

Ernten Sie nur junge, saubere Blätter und Triebe. Ältere Blätter sind zäh und enthalten mehr Bitterstoffe. Pflücken Sie nicht die ganze Pflanze, sondern einzelne Blätter oder Triebe – so wächst sie nach. Pro Bestand sollte maximal ein Drittel entnommen werden. Ein häufiger Fehler ist das Sammeln in Plastiktüten: Darin schwitzen die Kräuter, werden matschig und verlieren Aroma. Besser sind ein luftiger Korb oder ein Stoffbeutel. Verarbeiten Sie die Kräuter noch am selben Tag, sonst verlieren sie Vitamine und Frische.

Für Kahnfahrten gilt: Sie starten an festen Anlegestellen in Lübbenau, Lübben und Burg. Ohne Auto erreicht man diese Anlegestellen mit dem Rad oder zu Fuß vom Bahnhof aus. Wer eine Kahnfahrt plant, sollte die Abfahrtszeiten mit der eigenen Ankunft abstimmen und nicht die letzte Fahrt des Tages anpeilen. Bei Regen fallen Fahrten manchmal aus, und Ersatz ist nicht garantiert. Ein Puffer von ein bis zwei Stunden zwischen Zugankunft und Kahnfahrt nimmt den Druck heraus.

Kleidung ist im Frühling entscheidend. Morgens liegen die Temperaturen oft nahe dem Gefrierpunkt, mittags können es über fünfzehn Grad sein. Zwiebelprinzip mit wasserabweisender Außenschicht funktioniert besser als eine dicke Jacke. Wer im Boot sitzt, friert schneller als beim Wandern – eine Sitzunterlage aus Schaumstoff hilft. Sonnencreme ist bereits im März sinnvoll, weil das Wasser das Licht reflektiert. Mücken sind im April noch selten, ab Mitte Mai aber präsent; ein Repellent gehört in den Tagesrucksack.

Der Spreewald erwacht im Frühling früher als die meisten Regionen Brandenburgs. Die Spree teilt sich hier in hunderte Fließe, und sobald das Wasser wärmer wird, setzen sich die ersten Insekten und Amphibien in Bewegung. Für Besucher bedeutet das: Die Saison beginnt, aber viele Wege sind noch nicht vollständig geräumt oder ausgeschildert. Wer jetzt kommt, erlebt eine ruhigere Landschaft als im Sommer – muss aber mit wechselhaftem Wetter und niedrigeren Wasserständen rechnen.

Standort wählen: nicht romantisch, sondern saub

Für Wanderer bieten sich die Wege entlang der Fließe an, etwa zwischen Burg und Werben. Diese Strecken sind flach und meist gut befestigt, können nach Regen aber matschig werden. Feste Schuhe sind sinnvoll, ebenso ein Blick auf den Wasserstand: Bei Hochwasser werden einzelne Abschnitte gesperrt. Wer mit Kindern unterwegs ist, plant kürzere Etappen und einen Picknickplatz ein, denn gastronomische Betriebe öffnen im Frühling nicht überall zuverlässig. Ein eigener Vorrat an Wasser und Brotzeit ist die sicherste Lösung.

Der Spreewald ist flach, aber nicht automatisch barrierefrei. Die Wege bestehen oft aus feinem Sand, verdichtetem Lehm oder Holzbohlen. Wer mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, sollte vor der Anreise klären, ob der gewählte Abschnitt befestigt ist. Die Tourismusinformationen in den Orten Lübben, Lübbenau und Burg führen kostenlose Wegekarten, auf denen die Oberflächenbeschaffenheit vermerkt ist. Diese Karten sind verlässlicher als allgemeine Wanderkarten, weil sie zwischen Asphalt, Schotter und unbefestigtem Waldboden unterscheiden.

Was man auf den Wiesen und in den Wäldern beachten sollte Abseits des Wassers locken die ausgedehnten Wiesen und Erlenwälder. Radwege sind gut ausgeschildert, aber nicht durchgehend asphaltiert. Nach Regenfällen sind einige Abschnitte matschig, und mit schmalen Reifen kommt man dort nicht weit. Ein geländetaugliches Rad oder ein E-Bike mit breiten Reifen ist die bessere Wahl. In den Sommermonaten sind Mücken und Bremsen aktiv – besonders in der Dämmerung. Wer empfindlich reagiert, sollte lange Kleidung tragen und auf intensive Parfums verzichten. Ein weiterer häufiger Fehler: das Trinken vergessen. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, man schwitzt mehr, als man merkt. Genügend Wasser gehört in jeden Rucksack.

Der Spreewald ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, aber die Anreise will geplant sein. Die meisten Besucher kommen über Cottbus oder Lübbenau an. Von Berlin aus fahren regelmäßig Regionalzüge in Richtung Cottbus, von dort geht es mit der Bahn weiter nach Lübbenau oder Lübben. Wer aus Dresden oder Leipzig anreist, steigt in Cottbus um. Wichtig: Die Züge halten nicht an jedem kleinen Ort im Spreewald, und manche Verbindungen fahren am Wochenende seltener. Ein Blick in den Fahrplan vor der Buchung der Unterkunft erspart späteres Umplanen.

Wer eine Kahnfahrt machen will, sollte sich vorab klarmachen, was er eigentlich sucht. Geführte Fahrten mit einem einheimischen Fährmann starten meist in Lübbenau oder Lehde und dauern zwischen einer und drei Stunden. Der Vorteil: Man muss nichts können, bekommt Erklärungen zu Flora, Fauna und Geschichte und bleibt trocken. Der Nachteil: Man sitzt in einer Gruppe, die Route ist festgelegt, und bei Regen gibt es kaum Schutz. Typischer Fehler: erst am Anreisetag buchen. An sonnigen Wochenenden sind die Boote schnell ausgebucht.Erste umweltfreundliche Wandfarbe | Resistent gegenüber Coronavirus | Wohngesund Leben

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