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Warum dauert das Schleusen am Handzug so lange?

Regeln, die im Spreewald wirklich gelten Im Biosphärenreservat gibt es Sperrgebiete für den motorisierten Verkehr und für Paddelgruppen ab einer bestimmten Größe. Diese Regeln stehen nicht überall am Ufer, sondern in der Karte und in der Befahrensordnung. Gruppen ab zehn Booten brauchen eine Genehmigung, und in manchen Fließen ist das Paddeln nur in eine Richtung erlaubt. Halte dich daran, denn Verstöße werden kontrolliert. Ein weiterer Punkt: Das Betreten der Uferwiesen ist oft untersagt, weil dort seltene Pflanzen und brütende Vögel leben. Anlegen nur an ausgewiesenen Stellen, nicht an privaten Gärten oder Stegen.

Vor jeder Abfahrt gehört ein Blick auf Wetterbericht, Pegelstände und örtliche Hinweise zu gesperrten Gewässern. Beleuchtung im Wohnzimmer Spreewald können einzelne Fließe bei Frost gesperrt sein, weil Eis die Ufer schädigt oder Wehre blockiert. Wer trotzdem losfährt, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch ein Boot, das im Eis festsitzt. Ebenso unterschätzt wird die Strömung: Sie ist im Winter oft stärker als im Sommer, weil weniger Bewuchs sie bremst. Wer gegen die Strömung plant, sollte den Rückweg einplanen und nicht auf die verbleibende Tageshelligkeit setzen.

Ein Kanu oder Kajak lässt sich vor Ort mieten. Achte darauf, dass der Verleih dir eine Einweisung gibt und die Strecke erklärt. Wer eigenes Material mitbringt, sollte vorher prüfen, ob der Bootstyp für die engen Fließe geeignet ist. Aufblasbare Boote sind bequem, aber auf langen Strecken langsamer und kippanfälliger. Nimm einen Paddelrucksack mit, in dem Getränke, Proviant und Karte wasserdicht verstaut sind. Ein Handy gehört in eine wasserdichte Hülle, denn die Netzabdeckung ist in den Kanälen lückenhaft.

Wandern funktioniert fast immer, sofern man die richtige Ausrüstung mitbringt. Die Wege sind oft matschig oder mit einer dünnen Eisschicht überzogen. Wasserdichte Stiefel mit Profil sind Pflicht, ebenso Stöcke für unebene Passagen. Ein typischer Fehler ist die Annahme, dass die flachen Wege harmlos seien. Nach einem Frosttauwechsel wird aus einem idyllischen Pfad schnell eine rutschige Rinne. Wer allein unterwegs ist, sollte jemandem sagen, welche Strecke geplant ist, denn in manchen Abschnitten gibt es keinen Mobilfunkempfang.

Winterpaddeln im Spreewald ist kein Ausflug für spontane Nachmittage. Wer im Dezember, Januar oder Februar in den Kahn steigt, muss mit kürzeren Tagen, niedrigeren Temperaturen und teilweise gesperrten Fließen rechnen. Die gute Nachricht: Wer sich vorbereitet, findet oft leere Wasserwege, klare Sicht und eine Stille, die im Sommer unmöglich ist. Entscheidend sind realistische Planung, warme Ausrüstung und ein Blick auf die aktuellen Bedingungen am Vortag.

Der Spreewald ist kein stilles Gewässer. Wer morgens um sieben ablegt, hat die Hauptfließe noch für sich. Ab zehn Uhr schieben sich Paddelgruppen durch die engen Kanäle, und die typische Bugwelle eines motorisierten Ausflugsschiffs rollt dir entgegen. Wer leise paddeln will, plant deshalb nicht die Route, sondern die Uhrzeit. Zwei bis vier Stunden reichen für eine Runde, wenn du nicht an jeder Schleuse wartest.

Eine handbetriebene Schleuse hat keine Hydraulik, keine Elektromotoren und keine Automatik. Tore, und Spindeln werden mit Muskelkraft, Kurbeln, Hebeln oder Kettenzügen bewegt. Wer hier schleust, muss den Ablauf kennen, sonst wird es körperlich gefährlich und dauert doppelt so lang. Der wichtigste Grundsatz lautet: Niemals mit Gewalt arbeiten. Klemmt ein Tor, hat das eine Ursache, die man finden muss.

Die Ausrüstung richtet sich nach der Jahreszeit. Im Sommer reichen Badekleidung, Sonnenschutz und ausreichend Wasser. Im Frühjahr und Herbst kommen wasserdichte Schuhe, Regenjacke und eine Wechselkleidung in einem Trockensack dazu. Ein Paddel mit zwei Blättern ist auf den schmalen Fließen wendiger als ein Stechpaddel, aber beides funktioniert. Wichtig: eine Schwimmweste, auch wenn sie unbequem erscheint. Die Kanäle sind oft nur einen Meter tief, aber umgestürzte Bäume und Strömung an Wehren machen das Kentern unberechenbar.

Für eine erste Wintertour eignen sich die breiten Hauptfließe rund um Lübben und Schlepzig besser als schmale Nebenarme. Diese Strecken sind meist geräumt, und die Ufervegetation ist licht, sodass man frühzeitig Treibholz oder Eisplatten erkennt. Typische Tagesetappen liegen zwischen zehn und fünfzehn Kilometern. Wer mehr plant, unterschätzt oft den niedrigen Sonnenstand und die Kälte auf dem Wasser. Eine bewährte Route führt von Lübben aus Richtung Norden und nach einer Schleife zurück, sodass man jederzeit umkehren kann.

Radfahren ist nur auf geräumten Straßen und Hauptwegen sinnvoll. Die kleinen Spreewaldwege werden nicht gestreut, und Salz wird dort aus Naturschutzgründen kaum verwendet. Ein Winterrad mit Spikes ist übertrieben, aber grobstollige Reifen helfen. Wer mit dem Auto anreist, sollte beachten, dass viele Parkplätze an den Ausflugszielen im Winter geschlossen bleiben. Das führt zu langen Fußwegen, die man einplanen muss.

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