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Worauf kommt es beim Verlegen von Fliesen auf Estrich wirklich an?

Silikon richtig auftragen – so bleibt die Duschkabine dicht Nachdem die Profile montiert sind, folgt der heikelste Schritt: das Abdichten mit Silikon. Verwenden Sie ausschließlich lebensmittelechtes, fungizides Silikon, das gegen Schimmelbefall behandelt ist. Die Fugen zwischen Glas und Profil sowie zwischen Profil und Wand müssen vollständig gefüllt sein. Tragen Sie das Silikon mit einer Kartuschenpistole gleichmäßig auf und streichen Sie es mit einem Fugenglättmittel ab. Wichtig ist, dass Sie vorher alle Flächen mit einem Silikonentferner reinigen und entfetten – Rückstände von Seife oder Fett verhindern die Haftung. Ein typischer Fehler ist, zu viel Silikon zu verwenden; das führt zu unsauberen Kanten und erschwert das spätere Entfernen. Arbeiten Sie in Bahnen von etwa drei Millimetern Dicke und lassen Sie die Fuge vor der Nutzung mindestens 24 Stunden trocknen.

So tragen Sie das neue Silikon sauber auf Bevor Sie das neue Silikon auftragen, sollten Sie die Fugenränder mit Malerkrepp abkleben. Das ergibt eine gerade Linie und verhindert, dass Sie überschüssiges Material mühsam abwischen müssen. Schneiden Sie die Kartuschenspitze schräg an, sodass die Öffnung etwa der Fugenbreite entspricht. Führen Sie die Kartusche gleichmäßig mit konstantem Druck entlang der Fuge. Ein häufiger Fehler ist, zu langsam zu arbeiten – dadurch entstehen Lufteinschlüsse, die später als Blasen sichtbar werden.

Zu guter Letzt: Unterschätzen Sie nie die Bedeutung einer korrekten Anzahl von Befestigungspunkten. Zwei Dübel an den oberen Ecken eines schweren Regals reichen nicht aus, selbst wenn sie hohe Lasten tragen. Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig auf mindestens vier Befestigungspunkte, bei sehr schweren Regalen sogar auf sechs oder mehr. Verwenden Sie für die oberen Punkte möglichst einen Dübel, der Zugkräfte aufnimmt, während die unteren Punkte hauptsächlich für den Druck zuständig sind. Nach der Montage sollten Sie das Regal zunächst ohne Belastung einen Tag hängen lassen und dann allmählich belasten, um die Stabilität zu prüfen. Bei jedem Knarzen oder Nachgeben sofort nachjustieren oder die Befestigung verstärken.

Ein typischer Fehler ist es, zu viel Farbe auf einmal aufzutragen. Dicke Schichten neigen zu Läufern und Blasen, die nach dem Trocknen platzen können. Arbeiten Sie stattdessen in dünnen, gleichmäßigen Schichten und lassen Sie jede Schicht mindestens vier bis sechs Stunden trocknen – bei hoher Luftfeuchtigkeit auch länger. Verwenden Sie für große Flächen eine mittelflorige Rolle und für Kanten einen schmalen Pinsel. Die Rolle in gleichmäßigen Bahnen von oben nach unten führen, ohne Druck zu erhöhen.

Vor dem Streichen sollten Sie Fußböden und Möbel mit Abdeckfolie schützen und die Ränder mit Kreppband abkleben. Ein oft übersehener Punkt ist die Temperatur: Unter 10 Grad Celsius oder über 25 Grad Celsius trocknet die Farbe ungleichmäßig. Ideale Bedingungen sind 18 bis 20 Grad bei normaler Luftfeuchtigkeit. Entfernen Sie das Kreppband, bevor die Farbe vollständig trocken ist – So erhalten Sie saubere Kanten ohne Abreißen der Farbschicht.

Ein häufiger Fehler beim Zuschnitt: falsch gemessen, doppelt geschnitten Wenn Sie den Kabelkanal zuschneiden, messen Sie genau und denken Sie an die Gehrung für Ecken. Viele schneiden einfach gerade ab und drücken die Teile aneinander – das sieht nicht nur unschön aus, sondern lässt auch Staub und Feuchtigkeit eindringen. Nutzen Sie eine Gehrungslade oder zeichnen Sie den Schnittwinkel mit einem Anschlagwinkel an. Für Innen- und Außenecken gibt es spezielle Verbindungsstücke, die Sie aber erst nach dem Zuschneiden anbringen sollten. Ein scharfer Cutter oder eine feine Metallsäge hinterlassen glatte Kanten – verwenden Sie keine grobe Holzsäge, sonst splittert das Material.

Die Montage beginnt mit dem Setzen der Profile. Hier ist das Gefälle entscheidend: Der Bodenablauf bestimmt die Richtung, in die das Wasser laufen soll. Wenn Sie die Duschwanne oder den Boden neu einbauen, legen Sie das Gefälle von der Wand weg zum Ablauf hin an – etwa zwei Prozent. Bei einer nachträglichen Montage prüfen Sie das bestehende Gefälle mit einer langen Wasserwaage. Bei einer ebenerdigen Dusche ohne Wanne muss das Gefälle im Estrich bereits eingearbeitet sein; eine Glaswand kann das nicht korrigieren. Achten Sie darauf, dass die Profile auf dem Boden nicht auf dem Silikon aufliegen, sondern fest verschraubt werden – sonst drückt das Glas später auf die Fuge und sie reißt.

Bevor Sie die Glasscheibe einsetzen, prüfen Sie noch einmal die Ausrichtung der Profile. Die Glaswand sollte nicht unter Spannung stehen; sonst kann sie bei Temperaturschwankungen springen. Setzen Sie das Glas vorsichtig ein und fixieren Sie es mit den mitgelieferten Klemmen. Ziehen Sie die Schrauben nur handfest an und überkreuz, damit sich keine Verspannung aufbaut. Bei einer Pendeltür oder Schiebetür müssen die Laufrollen exakt eingestellt werden; eine schief hängende Tür führt zu Undichtigkeiten. Testen Sie die Bewegung, bevor Sie die endgültigen Schrauben festziehen.

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